Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 04/2015, Jg. 22

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (Springer VS, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 4/2015 den Themenschwerpunkt "Supervision für helfende Berufe".

Rubrik

Hauptbeiträge

Louis van Kessel: Professionalität, Professionalisierung, Professionelles Handeln im Kontext von Supervision und Lehrsupervision

Lehrsupervision dient der Professionalitätsentwicklung angehender Supervisoren. Damit Lehrsupervisoren dafür ein Verständnis haben, wird "Professionalität" im Zusammenhang mit den Begriffen "Profession" und "Professionalisierung" erörtert. Supervision wird hier als Profession thematisiert. Professionalität basiert auf einem professionalisierten Praxishandeln, das in ein professionelles Handeln mündet. Dies wird zugespitzt auf (Lehr-) Supervision als professionelle Praxis und ihre Bedeutung für die Entwicklung von Professionalität. Weil der Umgang mit Gefühlen in personbezogenen Dienstleistungsberufen eine besondere Kompetenz braucht, wird dies eigens beschrieben. Nach der Betrachtung von Reflexivität als übergreifender Schlüsseldimension professionellen Handelns werden Konsequenzen für die Lehrsupervision formuliert.

Marie Drüge, Karin Schleider: Merkmale der Supervisionspraxis in der Sozialen Arbeit

Supervision gilt in der Sozialen Arbeit als notwendige und gut etablierte Form der berufsbezogenen Beratung, die einen positiven Einfluss auf berufliche Kompetenz, Kooperation und Entlastung hat. Allerdings gibt es bislang kaum Untersuchungen über Merkmale der Supervisionspraxis in der Sozialen Arbeit. An dieser Stelle setzt die vorliegende Untersuchung an, indem sie 239 Beschäftigte der Sozialen Arbeit bezüglich Häufigkeit, Rahmenbedingungen (z. B. Finanzierung, Organisation, Setting) und dem wahrgenommenen Nutzen von Supervision befragt. Aus den Ergebnissen lassen sich Implikationen für Forschung, Praxis sowie Fort- und Weiterbildung ableiten

Norbert Scholz: Konflikte in Teams und Organisationen

In Zeiten verdichteter und beschleunigter Arbeitsprozesse nehmen Konflikte in Organisationen zu, quantitativ, wie in Ihrer Eskalation. Neben der Supervision, sind Mediation, Klärungshilfe und Coaching die in Konfliktkonstellationen nachgefragten Unterstützungsangebote. Der Autor begründet, inwiefern sich Supervision als weitreichendstes, qualifiziertestes und erstes Beratungsformat bei Konfliktklärungen anbietet, wenn die Supervisor/innen wichtige Bausteine aus den anderen Formaten berücksichtigen. Hierbei werden Methoden der anderen Formate in die Supervision integriert.

Sylvia Wagenaar: Eine explorative Studie über Intervisionsgruppen niedergelassener Psychotherapeut/innen

Ergebnisse einer Befragung niedergelassener Psychotherapeuten zu ihren Intervisionsgruppen liefern interessante Einblicke in die Praxis eines viel verwendeten, aber wenig erforschten Formats. Bei den quantitativen Ergebnissen spielen die Inanspruchnahme von Supervision/Intervision und die Rahmenbedingungen der Intervisionsgruppen eine Rolle. Die qualitativen Ergebnisse zeigen Beschreibungen zum Ablauf, zu Einflussfaktoren für zufriedenstellende Sitzungen sowie zur Funktion und Wirkung von Intervision. Die anschließende Diskussion setzt die Resultate mit den theoretischen Kernmerkmalen von Intervision in Bezug. Die Wichtigkeit weiterer empirischer Forschung wird aufgezeigt.

Rubrik

Praxisberichte

Katharina Witte: Den richtigen Abstand finden

Supervision für freiwillig Engagierte wird immer noch nicht oft angeboten in Organisationen und von den Freiwilligen auch nicht gefordert. Was erwarten diese von Supervision? Und welche Erwartungen kann die Supervisorin erfüllen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der vorliegende Artikel. Wünsche von Freiwilligen/Ehrenamtlichen an die Supervision sind Fortbildungsanteile und die deutliche Übernahme von Leitung durch die Supervisorin. Damit unterscheidet sich die Supervision deutlich von der mit Professionellen. Gedanken für ein entsprechendes Konzept werden aus der Motivation und den vielfältigen biografischen Herkünften der Freiwilligen heraus entwickelt, ebenso wie aus deren ganz anderer Verortung in den Organisationen, bebildert mit vielen Beispielen.
 

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Diskurs

Laura Sedlaczek, Thomas Webers: Ist eine Coaching-Kompetenz nützlich für Führungskräfte?

Seminare unter der Überschrift "Die Führungskraft als Coach" sind beliebt, obwohl die wissenschaftliche Meinung das Konzept in der Regel ablehnt, weil damit der sprichwörtliche Bock zum Gärtner gemacht und Kommunikationshavarien vorprogrammiert würden. Führungskräfte, die eine vom DBVC anerkannte Coaching-Weiterbildung absolviert haben, so zeigt diese Studie, nutzen ihre neue Kompetenz im Führungsalltag. Sie reagieren allerdings proaktiv und sensibel auf Schwierigkeiten und begrenzen den Tiefgang im Coaching. Zudem halten sie explizite und substanzielle betriebliche Rahmenbedingungen für unverzichtbar.

Susanne Guenther: Coaching in der Hochschuldidaktik – oder doch eher eine didaktisch-methodische Beratung?

Coaching in der Hochschuldidaktik erfreut sich großer Beliebtheit. 47 von 109 Universitäten verfügen über ein Coachingangebot. Angebotsvergleiche machen jedoch deutlich, dass in der Hochschuldidaktik unter dem Begriff Coaching nicht immer dasselbe verstanden wird, vielmehr wird Coaching häufig gleichsetzt mit einer Beratung, die dem Auf- und Ausbau von Lehrkompetenz dient. Ziel dieses Beitrags soll es daher sein, den Begriff Coaching hinsichtlich Inhalt und Funktion von der didaktischen Beratung in der Hochschuldidaktik abzugrenzen. Ein einheitlicher Gebrauch des Coachingbegriffs in der Hochschuldidakik kann sowohl mehr Transparenz in das Weiterbildungsangebot bringen als auch mehr Rollenklarheit für die beratenden Hochschuldidaktiker.

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

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Die Herausgeberin:
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