Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 04/2014, Jg. 21

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 4/2014 den Themenschwerpunkt "Kompetenzen von Führungskräften und Coaches".

Rubrik

Hauptbeiträge

Dr. Melanie Hasenbein, Dr. Daniela Riess-Beger: Coachingkompetenzen für Führungskräfte

Die Autorinnen stellen ein Konzept zu Coachingkompetenzen für Führungskräfte vor. Sie zeigen, welche einzelnen Kompetenzen konzeptionell hinter Coachingkompetenzen für Führungskräfte stehen. Hierzu haben sie das „Haus der Coachingkompetenzen“ kreiert. Weiterhin wird skizziert, wie eine Weiterbildung und deren Inhalte gestaltet sein sollten, damit Führungskräfte diese Kompetenzen entwickeln können. Die Autorinnen haben zu diesem Thema Führungskräfte aus verschiedenen Branchen und Unternehmenskontexten interviewt. Die Aussagen der qualitativen Interviews ergänzen die konzeptionelle Ausarbeitung zum Thema Coachingkompetenzen für Führungskräfte um differenzierte Stimmen aus der Führungspraxis.

Fabienne Theis, Anna Bergstermann: Kompetenzerfassung in der berufsbegleitenden wissenschaftlichen Weiterbildung

Im beschriebenen Projekt Studica wird eine wissenschaftliche Weiterbildung für Berufserfahrene angeboten. Diese Personen bringen zahlreiche Erfahrungen, insbesondere aus der eigenen beruflichen Praxis mit, sind sich aber oft ihrer Kompetenzen nicht bewusst. In einer Kompetenzfeststellung können diese transparent gemacht werden. Da es im Hochschulkontext bis dato kein etabliertes Verfahren der Kompetenzfeststellung gibt, haben die Autorinnen sich mit der Frage der Kompetenzfeststellung und mit Verfahren dazu beschäftigt, die den projektspezifischen Ansatz berücksichtigen. Sie beschreiben das methodische Vorgehen zur Auswahl eines geeigneten Verfahrens und dessen Einsatz im Rahmen des Projekts Studica.

Dr. Alexandra Michel, Carolin Merz, Andreas Frey, Prof. Dr. Karlheinz Sonntag: Was zeichnet einen kompetenten Coach im HR-Management aus?

Führungskräftecoaching erfreut sich großer Beliebtheit. Da es aber noch keine Professionalisierung von Führungskräftecoaching gibt und kein Schutz der Berufsbezeichnung stattgefunden hat, kann sich jede/r, egal mit welchem Ausbildungs- und Erfahrungshintergrund, als Führungskräftecoach bezeichnen. Deshalb ist von großer Bedeutung, Kompetenzen für Führungskräftecoachs zu identifizieren und zu benennen. So wird in diesem Artikel die Entwicklung eines empirisch fundierten Kompetenzmodells für Führungskräftecoaching vorgestellt. Die Modellentwicklung basiert auf einer umfassenden Literatur- und Internetrecherche sowie auf Interviews mit erfahrenen Führungskräftecoaches. Es werden bedeutsame Kompetenzen definiert und die praktische Relevanz des Modells diskutiert.

Dr. Kai Pfitzner: Performance-Coaching

Viele Führungskräfte erwarten von einem Management-Coaching eine Steigerung der Leistung (Performance), entweder ihrer eigenen oder der ihrer Mitarbeiter. Der Leistungsbegriff bleibt dabei oft unklar, und auch die Methoden der Leistungsmessung lassen sich in vielfältiger Hinsicht kritisieren. In diesem Artikel wird ein systematisches Vorgehen zur Durchführung eines Performance Coachings in vier Schritten skizziert, das besonders die Problematik von Leistungsbegriff und -messung berücksichtigt: 1) Klären der Leistungserwartungen und -ansprüche, 2) Erarbeiten der Motivation und Aufdecken ungenutzter Leistungspotenziale, 3) Überprüfen und ggf. Erarbeiten von Effektivitätstechniken, 4) Entwickeln und Umsetzen eines persönlichen Veränderungsprogramms.

Franziska Misch: Coaching in der Altenpflege – Kann gesundheitsförderliches Führungsverhalten mittels Coaching gelingen?

Psychische Belastungen und Stress sind in Zeiten von Arbeitszeitflexibilisierung, veränderten Arbeitsmarktstrukturen und einer allgemeinen Arbeitsverdichtung von wachsender Bedeutung. Der vorliegende Artikel setzt sich mit typischen Belastungsfaktoren in der stationären Altenhilfe auseinander und zeigt auf, welche Bedeutung dem Führungsverhalten als Einflussfaktor auf die psychische Gesundheit von Beschäftigten beizumessen ist. Führungskräfte selbst nehmen keinen oder nur einen geringen Einfluss wahr und sind selbst erheblichen Belastungen ausgesetzt. Es wird herausgearbeitet, dass Coaching einen Beitrag leisten kann, gesundheitsförderliche Führungsstrukturen zu implementieren.

Rubrik

Praxisberichte

Carmen Wolf: Musterzustände im Coaching erkennen und verändern

Theoriegeleitet und anhand einer qualitativen Online-Befragung wird das Phänomen „Musterzustandsänderung“ als Herzstück des systemisch-lösungsorientierten Coaching-Konzepts der Karlsruher Schule fundiert und das Verständnis und Erleben der angehenden Coachs der Führungsakademie Baden-Württemberg gesammelt und diskutiert.

Rubrik

Diskurs

Uwe Böning, Dr. Frank Strikker: Ist Coaching nur Reaktion auf gesellschaftliche Entwicklungen oder auch Impulsgeber?

Angesichts des rasanten, weltweiten Booms von Coaching ist es fraglich, ob die strikte Trennung zwischen arbeitsweltbezogenem Coaching und anderen Coaching-Formen aufrechterhalten werden kann. Das gemeinsame Element ist die professionelle Beratung und Begleitung von Personen in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext. In einer Welt immer schnelleren technischen Fortschritts bietet Coaching einen Freiraum zur psychologischen Selbstreflexion. Es ist der Kommunikationsmodus einer Welt, in der lebenslanges Lernen und permanente Entwicklung lebensnotwendig geworden sind. Daher hat Coaching eine Bedeutung für die zukunftsorientierte Entwicklung der Gesellschaft: In der Schule, in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung, im Gesundheitswesen, in Politik und Verwaltung, im Alltagsleben und in der Wirtschaft leistet Coaching einen Beitrag zur Komplexitätsreduktion und zur Emanzipation des Individuums aus vorgegebenen gesellschaftlichen Rastern.

Dr. Klaus Schenck: „Firewall oder Lös(ch)wasser“ – Lösungssprache rund um „Burnout“

Sprache ist das meistgebrauchte Werkzeug in der Beratung; Metaphern sind ihr meistübersehener wesentlicher Bestandteil. Metaphern liefern auf überraschend direktem Weg Zugänge zum Weltbild und Selbstverständnis von Klienten und zugleich Ansatzpunkte für wirksame Interventionen. Beim Thema „Burnout“ geht es um Metaphern der Karriere, der Leistung, des Brennens und Löschens, der Perspektiven, der Energie, der Last, der Balance, der Konstellation, der Resilienz, der Grenzen, des Helfens und der Veränderung. Alle können sowohl problemorientiert auftauchen als auch bewusst lösungsfokussiert eingesetzt werden – und bekannte systemische und lösungsfokussierte Werkzeuge sind ihrerseits metaphorisch strukturiert.

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

Weitere Informationen zur Zeitschrift OSC finden Sie unter www.osc-digital.de

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Die Herausgeberin:
Prof. Dr. Heidi Möller

Redaktion:
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