Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 04/2010, Jg. 17

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung -Supervision - Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 4/2010 den Themenschwerpunkt "Förderung der sozialen Kompetenz und anderer Soft Skills bei Führungskräften".

Rubrik

Hauptbeiträge

Gabriela Heller: Business Coach – nicht nur fürs Business. Inwieweit wird durch Business-Coaching auch eine allgemeine Entwicklung der Persönlichkeit verfolgt?

Zusammenfassung: Business-Coaching zählt in vielen Organisationen zu den bevorzugten Personalentwicklungsmaßnahmen. Ökonomische Ziele stehen dabei klar im Zentrum. Dieser Fokus alleine reicht jedoch nicht aus, um Führungspersonen in der heutigen Zeit zielführend zu begleiten. Anhand der Ergebnisse einer qualitativ empirischen Untersuchung wird verdeutlicht, dass neben berufsbezogenen Sachthemen insbesondere relevante Lebensthemen einer Führungsperson in den Coaching-Prozess mit integriert werden sollten, um neben einer nachhaltigen Joboptimierung auch der notwendigen Persönlichkeitsentwicklung gerecht zu werden.Seiten 335 - 346

Gerhard Liska: Zum Zusammenhang von Führungsqualität und Burnout- bzw. Mobbingprävention

Zusammenfassung: Der Autor diskutiert die Frage nach dem Zusammenhang von Burnout und Mobbing, beides Phänomene hoher sozio-emotionaler Belastung im professionellen Kontext, und der Führungsqualität oder Führungskultur einer Organisation. Mobbing und Burnout werden damit nicht als Einzelfallprobleme verstanden bzw. einzelnen Organisationsmitgliedern zugeordnet, sondern in einen organisationskulturellen Kontext gesetzt. Die diesem Beitrag zu Grunde liegende Hypothese ist, dass Führungsqualität einen entscheidenden Beitrag zur Prävention von Mobbing und Burnout leisten kann. Dazu beschreibt der Autor einen Handlungsrahmen, auf welchen Interventionsebenen und mit welchen Interventionsformen in Bezug auf Mobbing und Burnout in Organisationen proaktiv gehandelt werden kann. Seiten 347 - 360

Andreas Schulz: Selbstreflexion und soziale Kompetenz. Psychodramatische Ansätze zu ihrer Förderung in der Supervision

Zusammenfassung: Soziale Kompetenz umfasst mehre Ebenen (Kognition, Aktion, Emotion, Ethik), die miteinander verbunden sind. Eine intensive Auseinandersetzung in der Einzel- und Gruppensupervision über die Grundannahmen eigenen sozialen Handelns kann die Bereitschaft erhöhen, die eigenen Grenzen zu erweitern und im Prinzip verfügbare soziale Kompetenz vermehrt einzusetzen. Psychodrama hilft, komplexe Beziehungs- und Organisationsstrukturen zu verstehen und die Erkenntnisse ins eigene Handeln einzubeziehen.Seiten 361 - 371

Wolfram Schulze: Coaching im Rahmen von Bedrohungsmanagement. Emotionsregulation und Handlungsoptimierung in bedrohlichen Situationen

Zusammenfassung: Bedrohungsmanagement ist sowohl in der Praxis als auch in der Theorie eine junge Disziplin. Coaching von Führungskräften stellt in diesem Kontext eine neue, spezifische Interventionsform dar. Für diese bedarf es einer hohen Fachkenntnis, die Expertenberatung ermöglicht, und professionelle Prozessberatung, die dem i. d. R. prozesshaften bedrohlichen Geschehen bzw. dem angemessenen Umgang damit gerecht wird. Der vorliegende Beitrag reflektiert die komplexen Zusammenhänge unter dem Fokus der Emotionsregulation und Handlungsoptimierung insbesondere männlicher Führungskräfte.Seiten 373 - 385

Rainer Bäcker: Management-Risiken. Überlegungen zum „Derailment“ von Führungskräften

Zusammenfassung: Wenn hochrangige Führungskräfte scheitern, so ist dem meistens ein längerer Prozess vorausgegangen. Für viele aus dem Umfeld kommt es aber überraschend, dass erfolgreiche Manager scheinbar von einem Tag auf den anderen vor ihren beruflichen Aufgaben kapitulieren. Man spricht in solchen Situationen davon, dass diese Manager "entgleisen" (englisch: derail). Einem solchen "Derailment" geht häufig ein langjähriger Prozess der beruflichen Überforderung voraus. In dem Artikel werden die verschiedenen Ebenen, auf denen eine solche Überforderung auftreten kann, analysiert und Erscheinungsformen der Überforderung dargestellt. Im zweiten Teil des Beitrags wird darauf eingegangen, was Unternehmen prophylaktisch tun können, um sich vor den Risiken in ihrem Management zu schützen. Seiten 387 - 404

Rubrik

Praxisbericht

Nadja Lehmann: Biografische Perspektiven in der Supervision als Ressource im Umgang mit Diversität

Zusammenfassung: Dieser Beitrag thematisiert den Zusammenhang von Biografie und Diversität im Kontext von Supervisionsprozessen. Es soll aufgezeigt werden, wie der biografische Hintergrund von Supervisand/innen zu einer wichtigen Ressource im reflexiven Umgang mit Diversität für den Supervisionsprozess werden kann. Nach einem kurzen Einblick in die theoretische Diskussion wird am Beispiel einer Einzelsupervision exemplarisch aufgezeigt, wie die Reflexion des eigenen biografischen Kontextes neue Perspektiven und Sichtweisen möglich macht. Im Anschluss werden theoretische und praktische Anknüpfungspunkte für die Supervision und die weitere Diskussion aufgezeigt.Seiten 405 - 414

Rubrik

Diskurs

Ingo Steinke: Modelle des Qualitätsmanagements im Coaching

Zusammenfassung: Die Umsetzung und die Nachhaltigkeit von behaupteten Qualitätsstandards im Coaching verlangen eine Struktur bzw. ein System, die geforderten Kriterien in der eigenen Coaching-Arbeit zu verankern. So stellt sich die Frage, welche Qualitätsmanagementmodelle dabei helfen können, eine solche Struktur aufzubauen und zu unterhalten. Der vorliegende Artikel beschäftigt sich zunächst mit einigen Fachbegriffen des Qualitätsmanagements und erörtert den Zweck, der damit erfüllt werden soll. Anschließend werden exemplarisch drei marktgängige Qualitätsmanagementmodelle daraufhin untersucht, welche Elemente sie zu bieten haben (Beschreibung) und welche davon das Qualitätsmanagement als Coach erleichtern oder erschweren (Bewertung). Der Artikel endet mit einer zusammenfassenden Abwägung der Argumente, die für und gegen ein professionelles Qualitätsmanagement im Coaching sprechen, sowie mit Handlungsempfehlungen für die Gestaltung eines praktikablen Qualitätsmanagements.Seiten 415 - 438

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

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Die Herausgeberin:
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Redaktion:
Dr. Christoph J. Schmidt-Lellek

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