Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 03/2017, Jg. 24

Die von Prof. Dr. Heidi Möller herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (Springer VS, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 3/2017 den Themenschwerpunkt "Positive Psychologie und ihre Bedeutung in der Beratung".

Rubrik

Hauptbeiträge

Claudia Harzer: Positive Psychologie: Eine allgemeine Einführung und Zusammenfassung der Forschung

Die Positive Psychologie beschäftigt sich mit den Aspekten des Lebens, die es aus psychologischer Sicht lebenswert machen. Dieser Beitrag liefert einen Überblick über die Geschichte und Professionalisierung der Positiven Psychologie sowie eine Zusammenfassung ausgewählter zentraler Konzepte und Theorien. Ein Schwerpunkt nimmt dabei die Beschreibung von Charakterstärken als positive Persönlichkeitseigenschaften und dazugehörige Forschungsbefunde ein, da stärkenbasierte Ansätze vielfältig Anwendung im Coaching- und Beratungskontext finden. Der Grund hierfür liegt in der Vielzahl von Studien, die die vorteilhafte Rolle von Charakterstärken und deren Anwendung im beruflichen Kontext unterstreichen.

Markus Ebner: 4-Evening-Questions: Eine einfache Technik mit tiefgreifender Wirkung

Die Wirkung einer positiven Tagesrückschau als Technik der Positiven Psychologie ist mehrfach belegt. Die vorliegende qualitative Studie zeigt anhand einer Stichprobe von 74 Personen, welche Erfahrungen Menschen bei dieser Übung machen. Dazu wurden die Studienteilnehmer/innen angeleitet, über einen Zeitraum von 2 Wochen jeden Abend ihren Tag anhand von vier Leitfragen (4-Evening-Questions) zu reflektieren. Anschließend wurden die individuellen Erfahrungen erhoben und qualitativ ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Übung zu einer Sensibilisierung der Wahrnehmung, Veränderung der Interpretation von Situationen und einer Veränderung der eigenen Handlungen führt.

Michelle McQuaid: Positive Psychology Coaching

Forscher haben herausgefunden, dass unsere Lebenswelt durch die Art unseres Fragens geprägt ist; denn was wir unsere Klienten im Coaching fragen, hat einen Einfluss auf das, was sie für sich entdecken, es prägt ihre Fähigkeit, Pläne zu entwickeln und sich ihre Wirklichkeit für die Zukunft zu gestalten. Stellen Sie Ihren Klienten also solche Fragen, die ihnen helfen, das Wahre, das Gute und das Mögliche in Ihrem Dasein zu finden und damit ihr Vertrauen, ihren Mut und ihr Engagement zu bestärken? In diesem Beitrag wollen wir die Entwicklung eines Stärken-basierten Coachings nachvollziehen, seine möglichen Vorteile erkunden und untersuchen, wie Coaches dies in der Praxis anwenden können, welche Tools sie nutzen, welche Fragen sie stellen können und wie die sich entwickelnde Forschung ihre Tätigkeit anleiten kann.

Katrin Oellerich: Die Coachingkultur als Wirkfaktor

Die Coachingkultur als Einflussfaktor auf die Wirkfähigkeit des Formats war bisher selten Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Der vorliegende Beitrag differenziert die Coachingkultur in Aspekte der Einbettung von und Einstellungen zu Coaching. Die Ergebnisse der quantitativen Erhebung mit N = 49 Organisationsvertretern zeigen, dass die Abläufe von Coachingprozessen in Organisationen unterschiedlich stark differenziert sind, das Format bei einer großen Bandbreite von Anlässen eingesetzt wird und die Einstellungen zu dem Format in eine positive Richtung weisen. Als signifikanter Prädiktor für die Bewertung von Coachingwirkungen wurde der Ruf bzw. die Reputation von Coaching in der Organisation identifiziert.

Rubrik

Praxisberichte

Marga Löwer-Hirsch: Inszenierungen von Macht und Ohnmacht bei der Auftragsklärung und im Erstkontakt

In ersten Begegnungen schon kann es offen oder verdeckt zwischen Berater/innen und dem zu beratenden Kundensystem zu Bemächtigungsversuchen kommen. Um einen kreativen „Beratungsspielraum“ (Winnicott) etablieren zu können, ist es unerlässlich, zu Beginn Inszenierungen von Macht und Ohnmacht erkennen und entsprechend nutzen zu können. An vier Fallbeispielen werden Varianten dieses Oben-Unten-Spiels und deren Handhabung beschrieben.

Michael Schmitz: Rollenkonflikte und Stress in hoch kompetitiven Systemen als Coachingthema

Der Vertrieb von Versicherungen als extrem kompetitives Setting ist in Deutschland ein für psychologisches Coaching noch weitgehend unerschlossenes Gebiet. Doch der zunehmende Personalmangel im Vertrieb aufgrund des demographischen Wandels lässt bei den Versicherern die Bereitschaft wachsen, in Coaching als individuelle und alltagsnahe Form der Personalentwicklung zu investieren. Der Artikel diskutiert Rollenkonflikte und Stress bei Exklusivvertretern als Konsequenzen der Systemparameter und die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen als Aufgaben des Coachings im Versicherungsvertrieb und zeigt an das Setting des Vertriebs angepasste Interventionsstrategien auf.

Rubrik

Diskurs

Silja Kotte: Supervision von Coaching

In dem Maße, in dem Coaching sich als Beratungsformat für Fach- und Führungskräfte etabliert, wird die Forderung nach Professionalisierung und Qualitätssicherung lauter. Ein solches Instrument dafür ist Supervision. Die Autorin definiert den Begriff „Supervision von Coaching“ und beschreibt deren Funktionen und Wirkungen. Zur Veranschaulichung wird das „siebenäugige“ Modell der Supervision von Coaching erläutert. Schließlich wird auf die Verbreitung und Inanspruchnahme von Supervision durch Coaches eingegangen. Der Beitrag endet mit einer kurzen zusammenfassenden Darstellung der Publikationslandschaft zu Supervision von Coaching und einem Ausblick für die Forschung.

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

Weitere Informationen zur Zeitschrift OSC finden Sie unter www.osc-digital.de

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Jährlich vier Hefte. Jahresabonnement 2017: 138,15 € (inkl. gesetzlicher Mwst., zzgl. Versandkosten). Mehrwertsteuer und Versandkosten sind abhängig vom Lieferland und werden angezeigt, sobald der Titel im Warenkorb liegt. Wenn eine elektronische Version zur Verfügung steht, schließt der Bezugspreis den Online Zugang über SpringerLink mit ein.

Die Herausgeberin:
Prof. Dr. Heidi Möller

Redaktion:
Dr. Christoph J. Schmidt-Lellek

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