Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 03/2015, Jg. 22

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (Springer VS, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 3/2015 den Themenschwerpunkt "Ist Coaching auch für erfahrene Führungskräfte nützlich?".

Rubrik

Hauptbeiträge

Markus Borck: Coaching für erfahrene ältere Führungskräfte

Die Erfahrung zeigt, dass lebensältere, routinierte Führungskräfte, die bereits langjährig auf derselben Hierarchieebene tätig sind, als Coachingnehmer unterrepräsentiert sind. Es werden Hypothesen über mögliche Ursachen hierfür herausgearbeitet und Möglichkeiten zur Veränderung dieser Situation aufgezeigt. Dabei werden die Vorteile von Coaching sowohl für die berufserfahrene Führungskraft als auch für die Organisation, in der sie tätig ist, betrachtet. Schließlich wird auf spezifische Coachingthemen für erfahrene Führungskräfte und deren Bearbeitung im Coaching eingegangen.

Uta Lärm: „Abschied und Bleiben“. Life-Coaching älterer Führungskräfte

Die Arbeitsbelastung insbesondere der Personen mit Führungsverantwortung hat in den meisten Organisationen erheblich zugenommen. Damit müssen sich insbesondere ältere Führungskräfte auseinandersetzen, die mitunter schon sehr lange, manchmal mehrere Jahrzehnte in „ihrer Organisation“, einer öffentlichen Verwaltungsbehörde arbeiten. Als Folge können Krisen entstehen mit erheblichen Auswirkungen auf die berufliche Zufriedenheit und die Qualität ihrer Arbeit. In der vorliegenden Arbeit möchte ich ein Life-Coaching darstellen und erörtern, welchen Beitrag eine solche Form der Beratung für Personen in Umbruchsituationen von Organisationen der öffentlichen Verwaltung insbesondere für solche im letzten Drittel ihrer beruflichen Karriere leisten kann.

Prof. Dr. Jutta Müller, Dr. Elmar Schwedhelm, Dr. Dirk Bayas-Linke: Karrierecoaching Peer to Peer

In dem hier vorgestellten Karrierecoaching werden zwei Instrumente in einem kompakten Workshop-Konzept kombiniert: Das narrative Interview rekonstruiert die erzählte Lebensgeschichte und damit biografische Strukturen des Coachee methodisch kontrolliert. Die kollegiale Beratung stellt ein strukturierendes Instrument für die Themenbearbeitung in Peergroups dar. Dieser Rahmen ermöglicht Offenheit für lebensgeschichtliche Ressourcen und Entwicklungsperspektiven. Die Synergie der beiden kombinierten Formate führt zu konkreten Karrierebildern und zu inhaltlichem Mehrwert für die Teilnehmer, der über die eigenen Karrierewege hinausgeht.

Prof. Dr. Eva-Maria Lewkowicz, Dr. Beate West-Leuer: Coaching in multinationalen Unternehmen - was ist anders?

Multinationale börsennotierte Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass an die Stelle überschaubarer, nach funktionalen Prinzipien organisierter hierarchischer Strukturen hochkomplexe unüberschaubare Netzwerke getreten sind. Wenn sich z. B. Konflikte um Weisungsbefugnisse innerhalb einer Matrix- oder Tensor-Struktur ergeben oder die hohe Regelungs- und Kontrolldichte handelnd unterlaufen wird oder in Einstellungsverfahren der „Code of Business Conduct“ umgangen wird, wird deutlich, wie sich Führungskräfte in diesen Netzen verstricken können. Welche Spezifika solch komplexer Strukturen im Business-Coaching beachtet und genutzt werden können, wird an einem konkreten Praxisfall untersucht.

Christiane Wenhart: Coach the brand!? Eine Bestandsaufnahme zum themenspezifischen Coaching in der Markenberatung

Die Autorin untersucht, wie Coaching als prozessorientierte Beratungsform Markenberatung verbessern kann und welche Anwendung Coaching aktuell findet. Neben einer Internetrecherche wurden 40 Agenturvertreter befragt. Es zeigt sich, dass Brand- bzw. Markencoaching ein Angebot von unabhängigen Marken- und Kommunikationsberatern mit Zusatzqualifikation zum Coach darstellen. In größeren Agenturen gibt es kaum systematische Coaching-Angebote, und der Begriff Brand-Coaching wird kritisch bewertet. Als Gattungsbegriff wird Coaching wertschätzend genutzt, wenn Format, Prozessorientierung oder Beraterrolle dem klassischen Coaching gleichen.

Rubrik

Praxisberichte

Dr. Beata Williams, Achim Schneider, Dr. Petra A. Arndt: Prozess- und Inhaltsberatung in Bildungskontexten

Was passiert, wenn Wissenschaftler/innen als Prozessunterstützer/innen der Veränderung in Bildungskontexten tätig sind? Studienberichte und Experten zu interinstitutioneller Kooperation in frühkindlicher Bildung verweisen auf Prozessbegleitung durch moderierte Reflexion und Inhaltsberatung als eine wichtige Ressource für Veränderungen im gesamten System. Aber die Wirksamkeitsforschung zu Coaching, Beratung, Supervision und Training in Bildungskontexten steckt noch in den Kinderschuhen. In diesem Beitrag schildern wir die Vorgehensweise in der Prozessbegleitung im baden-württembergischen Landesmodell „Bildungshaus 3–10“ und reflektieren Ergebnisse der Befragung von pädagogischen Fach- und Lehrkräften nach vier Jahren der Zusammenarbeit in der Prozessbegleitung mit Wissenschaftler/innen.

Rubrik

Diskurs

Dr. Karl Kreuser: Ungleiche Schwestern

Coaching und Mediation gleichen sich in ihren Anfangsbedingungen und in der Grundphilosophie: Sie begleiten Lösungsprozesse und bleiben inhaltlich möglichst abstinent. Durch diese Ähnlichkeiten können beide voneinander lernen. Zugleich unterscheiden sie sich in wesentlichen Faktoren. Die Differenz zeigt, wie sich Coaching und Mediation ergänzen können. Der Beitrag stellt Ergebnisse einer vierjährigen Forschungstätigkeit rund um Mediationskompetenz in Bezug zu Coaching und seinen Kompetenzen. Ziel dieser ersten Annäherung ist, gemeinsame Entwicklung und Lernen voneinander anzuregen.

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

Weitere Informationen zur Zeitschrift OSC finden Sie unter www.osc-digital.de

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Die Herausgeberin:
Prof. Dr. Heidi Möller

Redaktion:
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