Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 03/2013, Jg. 20

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 3/2013 den Themenschwerpunkt "Coaching im Mittelstand".

Rubrik

Hauptbeiträge

Gudrun Happich, Markus Classen: Coaching im Mittelstand – Wer ist der Mittelstand?

Mittelständische Unternehmen verfügen in der Regel über eine spezifische Organisationsstruktur und Unternehmenskultur. Das hat Auswirkungen auf die Personalarbeit, die im Vergleich zu größeren Organisationen im Mittelstand noch wenig systematisiert ist. Wer oder was ist der "Mittelstand" eigentlich? Welche typischen Werte prägen seine Kultur? Welches sind die speziellen Rahmenbedingungen für Coachings im Mittelstand? Benötigt ein Coach für den Mittelstand besondere Qualifikationen? Der Beitrag soll diese Fragen beantworten und bewegt sich dabei nahe am Unternehmensalltag mittelständischer Unternehmen. Spezifische Themen und Coaching-Lösungen im Mittelstand werden anhand von Praxisbeispielen erläutert.

Brigitta Fildhaut: Herausforderung Doppelspitze: Privates und Berufliches mischen sich

Der Artikel beschreibt den Coaching-Prozess einer Doppelspitze in einer Konfliktsituation. Am Beispiel eines Familienbetriebes wird die in mittelständischen Unternehmen häufig anzutreffende Verflochtenheit von privater, persönlicher und beruflicher Ebene aufgezeigt. Unbewusst weiter gelebte Traditionen können zu Konflikten führen. Das Vorgehen und verschiedene Methoden werden beschrieben, der Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation wird vorgestellt und ein daraus entwickeltes Vorgehen im Konflikt-Coaching. Gut und rasch umsetzbar sind aus der positiven Konfliktbearbeitung resultierende Entscheidungen in den für den Mittelstand typischen kurzen Kommunikations- und Entscheidungswegen.

Wolfgang Filbert: Rechnet sich Coaching im Mittelstand?

Die Leitfrage des Artikels lautet: Gibt es einen messbaren Zusammenhang zwischen gesundheitsorientiertem Führungs-Coaching und betriebswirtschaftlichem Unternehmenserfolg in Mittelstandsunternehmen? Gesunde Führungskultur hat einen direkten Einfluss auf die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter sowie auf die gesunde Entwicklung und die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse von Unternehmen. An einem praktischen Beispiel wird dieser Wirkzusammenhang deutlich und auch quantitativ nachgewiesen. Der Artikel basiert auf der Untersuchung "Grundlagen für gesunde Führungskultur und Unternehmenserfolg" von Badura und Greiner (Universität Bielefeld), im Auftrag des Ministeriums: Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW.

Cornelia Seewald: Start up! Und was kommt nach der Gründungszeit?

Über 50 % aller Unternehmens-Neugründungen scheitern in den ersten fünf Jahren. Die häufigsten Ursachen sind Finanzierungsschwierigkeiten und der Fachkräftemangel. Aber auch die Unternehmerpersönlichkeit ist ein Risikofaktor. Das nachfolgende Praxisbeispiel zeigt, wie mit Hilfe einer externen Beratung (Coaching, Training, Prozessberatung) im dritten und vierten Jahr nach Gründung das Scheitern einer Internet-Werbeagentur abgewendet werden konnte. Hierbei kam dem Eigentümer, der Gründer und Geschäftsführer war, zentrale Bedeutung als Risiko- und Erfolgsfaktor zu.

Gudrun Happich: Leistungsträger im Mittelstand: Mit Coaching die Besten halten

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt das Thema Mitarbeiterbindung zunehmend an Brisanz. Studien und Praxiserfahrungen zeigen, dass es in mittelständischen Unternehmen hier noch vielfach Defizite gibt. Gleichzeitig ist der Weggang von Top-Performern für den Mittelstand nur schwer zu verkraften. Ein erster Schritt zur Bindung verdienter Mitarbeiter ist, dass sich mittelständische Firmen ihrer Attraktivität gerade auch für die jüngere Arbeitnehmer-Generation bewusst werden. Zudem sollten die Leistungsträger im Unternehmen identifiziert, ihre Werte und Potenziale im Einzel-Coaching herausgearbeitet werden. Mit Einzel-Coachings gelingt es, die Besten langfristig im Mittelstand zu halten und sie in der richtigen Position einzusetzen.

Monika Klinkhammer: Charakteristika und Belastungen des Arbeitsplatzes Hochschule

Der Artikel bietet aus beratungspraktischer Perspektive einen Einblick in die Arbeitsbedingungen, Belastungen und Ressourcen von Wissenschaftler/innen. Er verdichtet Erfahrungen, Fälle und übergreifende Themen aus meiner Coaching-Praxis. Dazu werden der Arbeitsplatz Hochschule und Spezifika der Profession Wissenschaft sowie strukturelle und hochschulpolitische Einflussfaktoren dargestellt. Anschließend werden Anliegen, Anlässe und Themen im Coaching beschrieben und auf das Verständnis von Coaching im Hochschulbereich eingegangen: Was kann Coaching im Einzelfall bieten? Weiterhin wird die Zeitplanung in der Wissenschaft fokussiert. Nach der Beschreibung der Komplexität der Rollenvielfalt und Vielschichtigkeit der Rollenkonflikte wird abschließend ein Fazit gezogen.

Theresa Schomaker, Charlotte von Bernstoff, Jens Nachtwei: Aus dem Büro in den Wald

CHANGE OR DIE. Für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen werden von Führungskräften kontinuierlich innovative Ideen und Einsatzbereitschaft zu deren Umsetzung gefordert. Dabei vernachlässigen sie jedoch häufig die eigenen Bedürfnisse. Stress und Überforderung bis hin zu Burnout sind die Folgen. Um die Führungskräfte bei einem angemessenen Umgang mit Belastungen zu unterstützen, wird ein wissenschaftlich fundiertes Stresstoleranz-Training konzipiert und evaluiert. Erstmalig werden neben konventionellen Elementen gezielt auch Outdoor-Übungen eingesetzt, da außerhalb des Büros das aktive Erfahren von Herausforderungen den konstruktiven Umgang mit Stresssituationen nachhaltig stärken kann.

Theis Carstens: Der Einsatz von Tablet-Computern im Coaching

Mittlerweile steht eine große Anzahl an Programmen (Apps), die sich im Coaching nutzen lassen, für Tablet-Computer zur Verfügung. Deren Einsatz ist zur vor- und nachbereitenden Arbeit von Coaches, zur Nutzung während der Coaching-Sitzung und für Klienten außerhalb der Kontakte mit ihrem Coach denkbar. In diesem Artikel werden Anwendungsbeispiele vorgestellt und Rahmenbedingungen für den Einsatz von Tablets im Coaching erörtert.

Rubrik

Diskurs

Ulrike Stöwer: "Ich lade Sie ein, in die Kloake zu springen"

Sprachnutzer bedienen sich ihrer Sprache routiniert und automatisch. Über die Bedeutung des Gesagten müssen sie nicht extra nachdenken, da der jeweilige Gesprächszusammenhang die Verständigung in der Regel gewährleistet. Auch im Beratungskontext – so scheint es jedenfalls – funktioniert das so. Der nachfolgende Beitrag stellt exemplarisch Einzelwortuntersuchungen zu den häufig verwendeten Verben anbieten und einladen vor, die einen neuen Blickwinkel auf Beratersprache ermöglichen sollen. Häufig bieten die historischen Wurzeln und die jahrhundertelange Bedeutungsentwicklung eines Wortes einen Schlüssel zur Verwendungsweise und Funktion im Beratungskontext und somit einen Denkanstoß für eine bewusste(re) Sprachbetrachtung und ein anderes Sprachverständnis. 

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

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Die Herausgeberin:
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