Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 03/2010, Jg. 17

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung -Supervision - Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 3/2010 den Themenschwerpunkt "Methoden in Supervision und Coaching".

Rubrik

Hauptbeiträge

Daniel Duss: Geschichten erzählen als Beratungsintervention. Grundlagen einer wenig diskutierten Interventionsform

Zusammenfassung: Wenn Berater/innen im Coaching Geschichten erzählen, so ist das mehr als reine Unterhaltung. Doch was ist es dann? Der Autor beleuchtet die Grundlagen dieser bisher wenig diskutierten Form der Beratungsintervention. Er verweist auf relevante Aspekte der Erzähltheorie, der Erkenntnis- und der Beratungstheorie. So klärt er, was Geschichten in diesem Zusammenhang zu bewirken vermögen, und gibt pragmatische Hinweise für den gelingenden Einsatz dieser Interventionsform. Und er erzählt die Geschichte, wie sein zweijähriger Sohn ihn enttäuschte.Seiten 233 - 243

Andreas Thomas: Imaginatives 360-Grad-Feedback. Eine Methode im Einzel-Coaching

Zusammenfassung: Das 360°-Feedback hat zunehmend Einzug in viele Organisationen und Firmen gefunden. Coaching wird in diesem Zusammenhang oft als eine "Follow-up" Intervention angeboten oder nachgefragt. In diesem Kontext werden u.a. Ergebnisse der Fremdbeurteilung des Feedbacks und Diskrepanzen mit der eigenen Sichtweise (Selbstbild) des Klienten besprochen. Dieser Beitrag will zeigen, dass auch ein imaginatives 360-Grad-Feedback im Einzelcoaching mit Methoden vor allem des Psychodramas sowie der Gestalttherapie, auch ohne ein zugrunde liegendes 360-Grad-Feedback eingesetzt werden kann. Die Methode liefert primär externen Coaches wichtige grundlegende Informationen über den organisationalen Aufbau des Coachees (zu beratende Person) sowie Informationen über sein berufliches Umfeld. Seiten 245 - 254

Klaus Schenck: Sprach-Salto aus der Sackgasse. Metaphern als Werkzeuge für Supervision und Beratung

Zusammenfassung: Metaphern bauen Brücken zwischen sprachlichem Ausdruck und bildhafter Vorstellung. In Beratungssituationen sind sie deshalb von zentraler Bedeutung: Um dem achtsamen Berater sprachlich und körpersprachlich eine lebendige und treffende Vorstellung vom inneren Erleben des Klienten zu vermitteln. Und um in der Gegenrichtung, mit den gleichen Mitteln, Interventionen zu platzieren, die gewünschtes Erleben begünstigen. So wird Beratung zu mehr als nur einem "Sprach-Spiel". Der Beitrag bietet einen vielschichtigen Zugang zu diesem Zusammenspiel zwischen linker und rechter Hirnhälfte, zwischen Cortex und limbischem System, und öffnet eine wertvolle Schatz- und Werkzeugkiste für Beratungsgespräche. Seiten 255 - 268

Johannes Willms: Neue Perspektiven in der Führungsentwicklung

Zusammenfassung: In dem Artikel wird ein neues Orientierungsmodell für Führungsentwicklung vorgestellt: die Führungsholarchie. Anhand der Führungsholarchie kann die Wahrnehmung des Beraters für Herausforderungen und Grenzen in der Entwicklung von Führungskräften und Führungsteams geschärft werden. Das Modell kann als Diagnoseinstrument in Beratung und Forschung und für die Planung von Entwicklungsmaßnahmen genutzt werden. Aufbauend auf neueren Erkenntnissen über Persönlichkeitsentwicklung im Erwachsenenalter werden verschiedene Entwicklungsstufen von Führung unterschieden. Neben der Skizze des Modells werden die theoretischen Bezugspunkte in der Entwicklungstheorie und der aktuellen Führungsforschung dargestellt. Der Autor vertritt die Ansicht, dass sich anhand einer expliziten entwicklungstheoretischen Betrachtung von Führung neue Perspektiven für Coaching und Beratung eröffnen.Seiten 269 - 280

Rubrik

Praxisberichte

Nicole Hüttner: Internes Karriere-Coaching für High-Potentials in einer Wirtschaftskanzlei

Zusammenfassung: Die Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells bietet ein internes Coaching-Programm an, um talentierte Anwälte in ihrer Karriere gezielt zu unterstützen und um für die High Potentials im engen Bewerbermarkt attraktiv zu sein. Im Zusammenspiel von Anforderungen in der Karriereentwicklung und typischen Coaching-Themen der Anwälte wird aufgezeigt, wie eine passgenaue Förderung erfolgskritischer Kompetenzen aussehen kann. Seiten 281 - 290

Irmengard Funken: Arbeit mit dem "Inneren Team" als imaginative Methode im Coaching

Zusammenfassung: "Lebendig Präsentieren" als Thema für ein Coaching? Sicherlich handelt es sich vor allem um ein klassisches Trainingsthema. Der vorliegende Praxisbericht zeigt, dass im Einzelfall durchaus Coaching indiziert sein kann, wenn Trainingsmaßnahmen nicht zum erwünschten Erfolg führen und der Verdacht naheliegt, dass mentale Blockaden zugrunde liegen. Im aktuellen Coachingprozess wurden sowohl imaginative Methoden als auch eine Aufstellung des "Inneren Teams" genutzt, um sich den eher psychologischen Dimensionen mangelnder Präsentationskompetenz zu nähern.Seiten 291 - 301

Rubrik

Diskurs

Ferdiand Buer: Die Kultur der Macht. Die Macht der Kultur. Über Supervision als Ermächtigungstechnologie in Organisationskulturen

Zusammenfassung: Das Handeln in Organisationen ist geprägt durch Strategien der Bemächtigung wie der Ermächtigung: Alle wollen ihre Interessen durchsetzen, ob sie nun legitim sind oder nicht. Dabei bilden sich in jeder Organisation spezifische Spielregeln und Spielweisen aus. Das Gesamt dieser Spiele macht die jeweilige Organisationskultur aus. In unfairen Spielen herrschen Strategien der Bemächtigung vor; in fairen versuchen alle Mitspieler eine gerechte Balancierung der legitimen Interessen aller Stakeholder immer wieder neu auszutarieren. Supervision arbeitet daran, die Spielmächtigkeit ihrer Adressaten zu stärken, sodass sie unfaire in faire Spiele verwandeln können. Das Know-How dazu wird hier "Ermächtigungstechnologie" genannt.Seiten 303 - 318

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

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Die Herausgeberin:
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Redaktion:
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