Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 02/2014, Jg. 21

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 2/2014 den Themenschwerpunkt "Sind Supervision und Coaching in unendlich vielen Feldern nutzbar?".

Rubrik

Praxisberichte

Peter Breu: Gesundheits- und Stressmanagement-Coaching in der öffentlichen Verwaltung

Psychische Störungen verursachen in Europa jährliche Kosten von 132 Mrd. € alleine durch Arbeitsunfähigkeit und Leistungsminderung am Arbeitsplatz. In Deutschland nehmen psychische Erkrankungen als Ursache für Arbeitsunfähigkeit seit Jahren zu und bilden 2011 die drittwichtigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Besonders die Reformansätze des „New Public Management“, Behörden mit starren und dysfunktionalen Strukturen in wirtschaftlich effiziente Organisationen umzuwandeln, gehen mit einem erheblichen Konfliktpotenzial und psychophysischen Belastungen einher. In diesem Beitrag werden anhand eines Fallbeispiels neue Ansätze dargestellt, wie im Rahmen eines Gesundheits- und Stressmanagement-Coachings diesen Anforderungen begegnet werden kann.

Sabine Finster: Besondere Aspekte in der Supervision von Frauenhäusern

Im vorliegenden Artikel geht es um besondere Aspekte in der Supervision von Frauenhäusern. Dabei werden die Auswirkungen der Organisationskultur Frauenhaus auf die Supervisionsprozesse beleuchtet. Zentrale Aspekte wie die antihierarchische Struktur, die Interkulturalität, die Auswirkungen von Traumatisierungen werden insbesondere in ihren Folgen auf Übertragungsprozesse in den Supervisionen untersucht. Eine hilfreiche Schlüsselkompetenz ist dabei die psychotraumatologische Fachkompetenz in der Supervision.

Bettina Gorißen: Feuerwehr und Supervision

Supervision in Feuerwehren ist nicht weit verbreitet. Dieser Beitrag schildert zu Beginn das multifunktionale Arbeitsfeld und die Arbeitsanforderungen der Einsatzkräfte. Sodann werden Bereiche aufgezeigt, in denen Supervision ansetzen kann, und es werden mögliche Schwierigkeiten in der Akquise und Durchführung angeführt. Abschließend erfolgt ein besonderes Supervisionsbeispiel mit psychotraumatherpeutischen Ansätzen.

Jost Buschmeyer & Claas Triebel: Unterstützungsbedarfe ausländischer Existenzgründer/innen mit akademischem Hintergrund – eine explorative Studie

Ausländische akademische Gründer/innen stellen eine bislang nur wenig beforschte Gruppe in der Gründungsforschung dar. Das Projekt „StartMiUp – Unterstützung akademischer Existenzgründerinnen und Existenzgründer mit Migrationshintergrund“ widmet sich im Rahmen des bundesweiten IQ-Netzwerks explizit dieser Zielgruppe. In einer empirischen Untersuchung wurden Hochschulgründungsberater/innen und Vertreter/innen der Zielgruppe nach spezifischen Herausforderungen und Unterstützungsbedarfen gefragt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine stärkere kulturelle Sensibilisierung und Kompetenzorientierung bestehender Beratungs- und Unterstützungsangebote für den Gründungsprozess förderlich ist.

Martina Meyer-Schwickerath & Monika Maaßen: Ausbildung von Schlüsselqualifikationen im Fachbereich Wirtschaft

Ein wichtiges Ziel im Bologna-Prozess ist die Vermittlung von Employability. Die Hochschulen sind gefordert, Studierenden in dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen unterstützende Angebote zu machen. Daraus hat sich am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Bochum ein umfangreiches Angebot entwickelt, das den Teilnehmer/innen „Mentoring“, „Coaching“ und „Gruppendynamik“ als Methoden vorstellt. Die erworbenen Kompetenzen werden in der praktischen Begleitung neuer Studierender sofort in die Praxis umgesetzt.

Heidrun Strikker, Franz Peter Kesseler & Frank Strikker: Empowerment fördern, neue Firmenkultur etablieren, Nachhaltigkeit sichern

Während vielen Veränderungsprozessen eine definierte Prozessarchitektur mit klaren Zielsetzungen und strategischen Vorgaben unterlegt ist, die in erster Linie die Führung des Unternehmens als Zielgruppe anspricht, wird in diesem mittelständischen Unternehmen ein systemischer Beratungsansatz mit hoher Beteiligung und organisch wachsendem Veränderungsmanagement realisiert. Ein Veränderungsprozess, der von Beginn an auf das Empowerment der Mitarbeitenden setzt, dient zwei parallel verlaufenden Zielen: der Entwicklung einer neuen Organisation und der Anschlussfähigkeit zu den Erfahrungen in der ursprünglichen Organisation. Diese dialektische Herausforderung wird im beschriebenen Praxisbeispiel durch eine iterative Prozessarchitektur aufgenommen.

Thomas Meuche & Nicole Hüttner: Organisationsentwicklung im Öffentlichen Dienst

Aufgrund der zukünftig sinkenden Studierendenzahlen bereiten sich die deutschen Hochschulen auf die im Bildungsmarkt anstehenden Veränderungen vor. Seit ein paar Jahren werden zunehmend Institute gegründet. Am Beispiel eines Weiterbildungsinstitutes, das als In-Institut Teil der Hochschule ist, zeigt der Praxisbericht auf, welche Fragestellungen eine Institutsgründung aufwirft.

Rubrik

Diskurse

Ferdinand Buer: Sinngebende Beratung für sinnvolles Arbeiten

Der Artikel beschreibt, an welchen zehn Werten sich das Arbeiten insbesondere von Professionellen orientieren könnte, damit sie als sinnvoll angesehen werden kann. Das sind: Verantwortung, Glück, Schönheit, Lebenskunst, Kreativität, Macht, Spiritualität, Gelassenheit, Heiterkeit und Muße. Wenn Beratung diese Werte selbst berücksichtigt und thematisiert, dann kann sie als sinngebend angesehen werden.

Thomas Webers: Führung in Zeiten von Social Media – Neue Herausforderungen an Coaching

Schaut man sich die Entwicklung der Vorstellungen über Führung der letzten hundert Jahre an, wird schnell klar: Von „Die da oben, die da unten“ zu „auf Augenhöhe“ verlief eine recht stringente Entwicklung. Spätestens seit dem Boom von Social Media erlebt Führung einen dramatischen Machtverlust. Was bedeutet das für Coaching? Wie müssen sich Inhalte, Formen und die Haltung im Coaching verändern?

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

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Die Herausgeberin:
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Redaktion:
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