Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 02/2011, Jg. 18

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 2/2011 den Themenschwerpunkt "Organisationsinternes Coaching".  

Rubrik

Hauptbeiträge

Elsbeth Trzaska: Die Bedeutung von Vertrauen im internen Coaching.

S. 129–144 Dieser Artikel befasst sich mit der Schnittstelle von persönlichem Vertrauen und Vertrauen in die Organisation beim internen Coaching unter dem besonderen Aspekt, dass der Coach ein Teil der Organisation ist. Die Auswirkungen des Zuweisungsmodus, also der Umstände, wie ein Coaching initiiert wird, die Bedeutung von Neutralität, Diskretion und Freiwilligkeit sowie die Bedeutung der Erfahrungen des Coachees mit der Organisation werden diskutiert. Es wird ausgeführt, welche Aspekte sich auf den Vertrauensaufbau auswirken und wie der Aufbau von Vertrauen im internen Coaching verbessert werden kann.

Andreas Koschuth: Ein Plädoyer für Coaching vor dem Karrieresprung als fest installiertes Angebot in Organisationen.

S. 145–159 Es werden berufliche Übergänge von Führungskräften vor dem Hintergrund der Konzepte zur sozialen Unterstützung und zum Kohärenzsinn anhand eines viergliedrigen Phasenmodells zur beruflichen Transition betrachtet. Dabei wird auf die Bedeutung eines auf die phasenspezifischen Bedürfnisse ausgelegten Coachings eingegangen. Schließlich wird die Idee eines betrieblich festinstallierten Coachings unterstützt, das die Führungskraft über den Prozess einer Transition hinweg begleitet, um die psychischen und damit auch organisationalen Kosten von Übergängen zu mindern und die Führungskraft und deren Mitarbeiter gleichermaßen langfristig an Unternehmungen zu binden. Es wird dazu die Besonderheit des Wechsels vom Experten zur Führungskraft berücksichtigt.

Ludger Jakobuß: Kombinierter Einsatz von Wissenstransfer und internem Coaching in einem Großunternehmen.

S. 161-171 Der Autor beschreibt Aufbau, Anwendung und erste Erfahrungen mit einer besonderen Personalentwicklungsmaßnahme. Die von zwei internen Coaches im Tandem begleitete Maßnahme kombiniert die Sicherung erfolgskritischen Wissens wechselnder bzw. ausscheidender Fach- und Führungskräfte mit einem ergänzenden Coaching für den Nachfolger. Neben der Schilderung von Herausforderungen und Themenstellungen in diesem Kontext und dieser speziellen Konstellation werden erfolgsrelevante Rahmenbedingungen für die Maßnahme skizziert. Der Beitrag schließt mit einem Vorschlag, verschiedentlich reklamierte Grundvoraussetzungen und Qualitätsmerkmale für das Coaching, auch bei Wissenstransfers zu beachten.

Thorsten Esse: Wie den strukturell bedingten Herausforderungen des Internen Coachings begegnet werden kann.

S. 173–180 Aus strategischen Überlegungen heraus bieten Unternehmen ihren Mitarbeitern immer häufiger Coaching als eine interne Maßnahme der Personalentwicklung an. Für dieses interne Coachingangebot sind die unterschiedlichsten Organisationsformen denkbar. Aus der Situation, dass Coach und Klient der gleichen Organisation angehören, ergeben sich jedoch spezielle Konfliktfelder für den Coachingprozess. Diese werden kurz dargestellt, um dann zu diskutieren, wie in der Phase der Kontraktbildung diese antizipierten Konflikte bearbeitet werden können. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie auch durch die organisatorische Anbindung des internen Coachindangebots die angenommenen Konflikte entschärft werden können.

Rubrik

Praxisberichte

Arthur Drexler / Andreas Wieser / Christof Netzer: Effekte von „Life-Coaching“ für Führungskräfte in einem Gesundheitszentrum.

S. 181–194 Dieser Beitrag evaluiert die Effekte von Life-Coaching für hochrangige Führungskräfte, das in einer renommierten Einrichtung zur ganzheitlichen (körperlichen und mentalen) Regeneration angeboten wird. Diese Form des Life-Coachings besteht aus vier Schritten: Analyse des aktuellen Zustands, De-Blockierung bei Beeinträchtigungen, Transformation der Erkenntnisse in neue Werthaltungen und Rituale sowie nachhaltige Integration optimierter Denk- und Verhaltensweisen in den Alltag. Die Effekte des Life-Coachings wurden multimethodisch erhoben und mit einer Kontrollgruppe ohne Coaching verglichen. Die Auswertungen der qualitativen und quantitativen Daten ergab, neben einer insgesamt hohen Zufriedenheit mit der Wirksamkeit des gesamten Angebots, auch deutliche Unterschiede zwischen beiden Gruppen.

Philipp Wascher / Thomas Jäger: Coaching als Instrument der Personalentwicklung in einem Handwerksbetrieb.

S. 211–227 In diesem Artikel werden fünf Neuerscheinungen besprochen. In seiner Monographie zeigt Ortmann, wie Organisationen mit Moral umgehen. Wie soziale personenbezogene Dienstleistungsorganisationen funktionieren, dazu hat Klatetzki einen neuen Sammelband vorgelegt. Kritisch wird die Leistungsfähigkeit der Organisationsberatung von v. Ameln, Kramer und Stark analysiert. Die Gruppendynamiker werfen einen Blick auf die Organisationsdynamik, und Weick und Sutcliffe schlagen vor, wie das Unerwartete gemanagt werden kann.

Rubrik

Diskurs

Ferdinand Buer: Organisieren. Was geschieht da und wie kann man es beeinflussen?

S. 211–227 In diesem Artikel werden fünf Neuerscheinungen besprochen. In seiner Monographie zeigt Ortmann, wie Organisationen mit Moral umgehen. Wie soziale personenbezogene Dienstleistungsorganisationen funktionieren, dazu hat Klatetzki einen neuen Sammelband vorgelegt. Kritisch wird die Leistungsfähigkeit der Organisationsberatung von v. Ameln, Kramer und Stark analysiert. Die Gruppendynamiker werfen einen Blick auf die Organisationsdynamik, und Weick und Sutcliffe schlagen vor, wie das Unerwartete gemanagt werden kann.

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

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Die Herausgeberin:
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Redaktion:
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