Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 02/2010, Jg. 17

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung -Supervision - Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 2/2010 den Themenschwerpunkt "Was passiert eigentlich im Coaching?".

Rubrik

Hauptbeiträge

Astrid Schreyögg: Ist Coaching reine Prozessberatung oder sind hier auch andere Beratungsmodelle relevant?

In diesem Beitrag wird die Frage diskutiert, ob Coaching in einer reinen Prozessberatung bestehen kann. Zunächst wird das Konzept von Ed Schein gegen andere Beratungsmodelle abgegrenzt. Daran anschließend wird anhand des Coachingprozesses gezeigt, in welchen Stadien Coaching primär Prozessberatung ist, in welchen aber auch Sequenzen von Expertenberatung oder sogar Aspekte des Arzt-Patient-Modells relevant sind. Es zeigt sich, dass der Coach als Experte vor allem über Konflikt-, Management- und über Organisationswissen verfügen sollte. Abschließend wird postuliert, dass auch Coachingausbildungen diesem Zusammenspiel von Prozess- und Expertenberatung Rechnung tragen sollten. Seiten 119 - 132

Eva-Maria Graf / Yasmin Aksu / Sabine Rettinger: Qualitativ-diskursanalytische Erforschung von Coaching-Gesprächen

Die Frage "Was passiert eigentlich im Coaching" wird auf zwei Ebenen beleuchtet: Coaching wird als "Beratungsbranche" und als "Beratungsinteraktion" verstanden. Im Zusammenhang mit der ersten Ebene wird LOCCS (The Linguistics of Coaching, Consulting and Supervision) vorgestellt, eine trans- und interdisziplinär arbeitende Forschungsgruppe, die sich der qualitativ-linguistischen Erforschung von Coaching-Gesprächen widmet. Im Zusammenhang mit der zweiten Ebene wird erläutert, welchen spezifischen Beitrag eine solche qualitativ-linguistische Methode zur wissenschaftlichen Erforschung von Coaching leisten kann. Anhand konkreter Beispiele werden die Methode und ihre Möglichkeiten exemplarisch erläutert. Seiten 133 - 149

Stefan Stenzel: Make or buy? That’s the question!

Der Autor untersucht die Frage, ob und ggf. in welchen HR-Prozessen, -Instrumenten und -Programmen die Erstellung eines internen Coach-Pools Sinn machen kann ("make") oder Unternehmen diese Dienstleistung weiterhin externen Coaches übertragen sollten ("buy"). Nach einer Definition des internen Coachings werden seine Einsatzmöglichkeiten umrissen, ergänzt durch die potenziellen Vor- und Nachteile des internen Coachings und externen Coachings. Sodann wird ein Modell zur Risikoanalyse des Einsatzes von internen Coaches dargestellt, um entscheiden zu können, ob der Aufbau eines internen Coach-Pools für das Unternehmen zielführend ist. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass für spezielle Lernsettings und auch wegen des Lerntransfers der Aufbau eines internen Coach-Pools Sinn machen kann. Ob man dies dann immer "Coaching" nennen sollte, muss jedoch an anderer Stelle ausführlicher diskutiert werden. Seiten 151 - 166

Anne Rosken: Diversity Management in Organisationen

Diversity, ein moderner Terminus für gesellschaftliche Heterogenität, ist derzeit vielfach anzutreffen. Doch was verbirgt sich hinter diesem Phänomen? Und welche Bedeutung hat Diversity für unsere Gesellschaft und darin vorzufindende Organisationen? Welche Rolle könnten oder sollten Supervision und Coaching einnehmen, um Diversity managen zu können? Diese und andere Fragen und Aspekte werden im nachstehenden Artikel bearbeitet. Seiten 167 - 180

Mechtild Beucke-Galm: Coaching als Entwicklungsprozess

Die Autorin beschreibt den Coachingprozess eines Schulleitungsteams in einem besonderen Übergangsprozess von zwei Jahren. Es wird aufgezeigt, welche Entwicklung das Leitungsteam und welche die Schule gemacht hat. An Hand des konkreten Beispiels wird das dialogisches Arbeiten des Coachs beschrieben und sein entwicklungsorientierter Ansatz deutlich. Seiten 181 - 194

Thorsten Geck: Doppelspitzen in der öffentlichen Verwaltung – Unterstützung durch Coaching

In diesem Artikel werden Aspekte von Coaching von Doppelspitzen in der öffentlichen Verwaltung diskutiert. Zunächst werden organisationskulturelle Bedingungen in der öffentlichen Verwaltung skizziert. Die Herausforderungen für Führungskräfte in diesem Milieu schließen sich an. Schließlich wird eine "Landkarte" von Themen vorgestellt, die im Coaching von Führungsteams hilfreich sind und helfen, häufige Phänomene der Tandemarbeit zu beleuchten. Seiten 195 - 206

Paul B. Schmidt: Über die Schattenseiten des Charisma

Vor dem Hintergrund der Diskussion über Missbrauch durch Lehrer und Geistliche in kirchlichen und reformpädagogischen Einrichtungen wird die Notwendigkeit der Implementierung von Beratungsformaten für die Professionellen diskutiert. Grenzverletzungen unterschiedlicher Qualität werden dabei vor dem Hintergrund von spezifischen Deformationen, die in charismatischen Organisationen begünstigt werden, betrachtet. Seiten 207 - 215

Bernhard Kuntz: Als Coach wird man kein Millionär

Das Volumen des Coaching-Marktes wird oft stark überschätzt. Denn faktisch sind die meisten so genannten Coachings im Business-Kontext Trainings-on-the-job. Hinzu kommt: Nur ganz wenige Privatpersonen sind bereit, ein Coaching aus dem eigenen Portemonnaie zu bezahlen. Entsprechend schwer ist es für die Absolventen von Coachingausbildungen, sich eine berufliche Existenz als Coach aufzubauen. In der Regel lässt sich mit Coaching nur ein Zubrot verdienen. Seiten 217 - 222

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

Weitere Informationen zur Zeitschrift OSC finden Sie unter www.osc-digital.de

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Die Herausgeberin:
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