Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 01/2015, Jg. 22

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 1/2015 den Themenschwerpunkt "Der Selbstmanagement-Ansatz im Coaching – Modelle, Methoden, Anwendungsfelder ".

Rubrik

Hauptbeiträge

Dr. Jörg Pscherer: Selbstmanagement – Grundlagen und aktuelle Entwicklungen

Modernes, professionell orientiertes Selbstmanagement kann auf verschiedene Forschungszweige und praktische Anwendungsfelder aufbauen. Ursprünglich in der klinischen, problemlösungsorientierten Verhaltenstherapie entwickelt, dienen wirtschaftspsychologische Selbstmanagement-Methoden dazu, Managementaufgaben zielgerichtet und effektiv zu bewältigen, Mitarbeiter mittels konstruktiver Kommunikation zu motivieren und deren wie auch eigene Kompetenzen als Führungskraft weiterzuentwickeln. Ein wesentlicher Aspekt erfolgreichen wie auch gesunden Selbstmanagements ist die Meta-Kompetenz der authentischen Regulation von Bedürfnissen, externen Zielvorgaben und realisierbaren Einflussmöglichkeiten. Der Grundlagenartikel über Selbstmanagement beschreibt die theoretischen Hintergründe und fasst die wichtigsten Implikationen funktionalen Selbstmanagements im Zusammenhang beruflicher Anforderungen zusammen.

Prof. Dr. Mahena Stief, Simone Kubowitsch : Coaching für den Full Range of Leadership

Im Führungskräfte-Coaching prägen Vorstellungen zu Erleben und Verhalten, insbesondere Vorstellungen zu „Führen“, das Vorgehen von Coaches. Das wissenschaftlich abgesicherte Modell des Full Range of Leadership mit den Komponenten transaktionales und transformationales Führen wird hier als State-of-the-Art-Rahmenmodell vorgestellt. Darauf aufbauend geben wir einen Überblick über potenzielle Methoden des Coachings nach dem Selbstmanagementansatz, mit denen der Coach in der Lage ist, den Klienten dabei zu unterstützen, entlang der Coachingziele den gesamten Full Range of Leadership auszunutzen und damit seine Wirksamkeit zu erhöhen.

Dr. Karl Kubowitsch, Simone Kubowitsch : Neurocoaching. Ein konzeptioneller Rahmen für eine neurowissenschaftlich fundierte Vorgehensweise im Coaching

Coaching als fundiertes Verfahren, insbesondere auf verhaltens­psychologischer Grundlage, bildet den Rahmen für die Integration von Modellen und Methoden aus den Neurowissenschaften. Dieses Repertoire für Diagnostik, Intervention und Evaluation erlaubt es, auf unterschiedlichen Verhaltensebenen Problemlösungen und persönliche Weiterentwicklung mit psychophysiologischen Prozessen zu verknüpfen. Der Anspruch lautet, belegbare und wissenschaftlich erklärbare Veränderungen bei Abläufen im gesamten Organismus zu erzielen. Für eine neurowissenschaftlich fundierte Vorgehensweise im Coaching wird ein konzeptioneller Rahmen vorgestellt und anhand von Fallbeispielen erläutert.

Rubrik

Praxisberichte

Dr. Ansgar Peiß: „Störfaktor Mensch“?!

Aus Praxissicht werden Anforderungen an das erfolgreiche Management industrieller Großprojekte skizziert und vor diesem Hintergrund Notwendigkeit und Chancen gezielter Coaching-Maßnahmen diskutiert. Häufige Störeinflüsse in komplexen Projekten werden vorgestellt und als Ansatzpunkte für eine effektive Unterstützung durch individuelles, teamorientiertes und projektbezogenes Coaching eingeordnet.

Thomas Haimerl, Markus Eschbach, Michaela Hanke: Coaching mit experience-based learning Modulen

Coaching kann in unterschiedliche Settings eingebettet sein und verschiedenartige Lern- und Erfahrungsräume integrieren. Wir stellen einen Ansatz vor, wie Klienten ihr Selbstmanagement durch erfahrungsbasiertes Lernen in neuartigen Umgebungen weiterentwickeln können. Die Module aus Tauchsport, Natural Horsemanship und kreativer Fotografie decken unterschiedliche Schwerpunktsetzungen ab und sind Teil eines systematischen Coachingprozesses. Sie werden durch Experten des jeweiligen Fachgebiets begleitet. Für die theoretische Einbettung legen wir neben dem Selbstmanagementansatz Konzepte aus der Pädagogischen und Kognitiven Psychologie zugrunde.

Rubrik

Diskurs

Marischa Broermann: Das Selbstverständnis von Beratung

Die Breite des Anwendungsfeldes von Beratung und die vielfältige Verwendung des Beratungsbegriffs machen eine allgemeingültige Definition fast unmöglich. Beratung braucht jedoch ein eigenständiges Selbstverständnis, um sich intern zu professionalisieren und nach außen selbstsicher darzustellen, um damit öffentlich anerkannt und gesellschaftlich unterstützt zu werden. In diesem Beitrag werden Alleinstellungsmerkmale von Beratung herausgearbeitet und unter dem Fokus diskutiert, inwiefern Beratung bereits ein Selbstverständnis als eigenständige Profession und Disziplin entwickelt hat und mit welchen Herausforderungen und Paradoxien im Professionalisierungsprozess zu rechnen ist.

Dr. Thomas Bachmann: Der Coach, der Forscher, die Pille und ihre Nebenwirkungen

Coachingpraxis und Coachingforschung stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Obwohl professionelles Coaching ohne wissenschaftlich-theoretische Fundierung kaum möglich ist, arbeiten Coachingpraktiker und Coachingforscher kaum relevant zusammen. In diesem Artikel wird beleuchtet, welchen Anforderungen an Heterogenität, Komplexität und Unschärfe sich die Coachingforschung stellen sollte und auf welche inhaltlichen Schwerpunkte sie sich konzentrieren könnte, um mehr Akzeptanz und Relevanz in der Praxis zu erlangen. Dazu werden sowohl einfachere Herausforderungen beschrieben, die sich bei der Untersuchung von Coaching ergeben, als auch grundlegende Probleme des empirischen Zugangs zum Coaching thematisiert.

Dr. Astrid Schreyögg: Frauen im Top-Management – ein Beitrag zur Quote

Der Beitrag nimmt Bezug auf die aktuelle Debatte um die Frauenquote. Dabei geht es um Fragen, warum so wenige Frauen bislang ins Top-Management vorgestoßen sind und warum sie ihren Platz meistens schnell wieder räumen mussten. Zur Beantwortung wird eine Studie zur Pfadforschung präsentiert, wonach männliche Homogenitätsideologien in Unternehmen ein Lock-In erzeugen, das trotz bester Vorsätze die Integration von Frauen unmöglich macht. Eine journalistische Recherche zeigt außerdem, dass die wenigen Frauen, die trotzdem aufsteigen, zu wenig Rückhalt bei ihren männlichen Kollegen haben und dass sie vielfach von Anbeginn für „Schleudersitze“ im Personalmanagement engagiert wurden.

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

Weitere Informationen zur Zeitschrift OSC finden Sie unter www.osc-digital.de

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Die Herausgeberin:
Prof. Dr. Heidi Möller

Redaktion:
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