Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 01/2012, Jg. 19

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung – Supervision – Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 1/2012 den Themenschwerpunkt "Coaching in Hochschule und Wissenschaft".

Rubrik

Hauptbeiträge

Eva-Maria Schumacher: Coaching- und Beratungsanliegen von Hochschullehrenden

Zusammenfassung: In den letzten Jahren gibt es vermehrt Angebote, den Akteur/innen an Hochschulen Coaching und Beratung zu ermöglichen, um ihre Rollen, Aufgaben und Anforderung professionell gestalten zu können. Diese Angebote sind üblicherweise in der Personalentwicklung oder in hochschuldidaktischen Einrichtungen angesiedelt. In diesem Artikel werden typische Anliegen aus dem Bereich der Lehre und dem System Hochschule exemplarisch an der Zielgruppe der Fachhochschullehrenden vorgestellt und anhand eines zeitlichen Verlaufs eingeordnet. Dieser Verlauf soll als Bezugsrahmen für die Gestaltung von Coaching- und Beratungsangeboten und als Orientierung in Be-ratungs- und Coachingprozessen dienen.

Frank Linde, Birgit Szczyrba: Lehrexzellenz – Lehrkompetenz: Herausforderungen für Neuberufene mit Coaching begegnen

Zusammenfassung: Exzellenz und Kompetenz sind Begriffe, die die Entwicklungen im Hochschulbereich, insbesondere in Bezug auf die Qualität der Lehre, beschreiben sollen. Während die Lehrexzellenzdiskussion sich als steigender Druck an die Leistungsdarstellung der Hochschulen lesen lässt, ist die Lehrkompetenz Sache der einzelnen Lehrenden, die sich in ihrer persönlichen Lehrauffassung, ihren educational beliefs, ihrem verfügbaren Methoden- und sonstigen Handlungsrepertoire auf neue Leitbilder auszurichten haben, die sich Exzellenz auf die Fahne schreiben. Der Beitrag befasst sich mit der Frage, wie unter dem Motto der Lehrexzellenz die Rekrutierung neuer Professor/innen an Fachhochschulen gestaltet und wie deren Lehrkompetenz in den Fokus genommen wird. Das LehrendenCoaching-Programm der FH Köln wird als Beispiel für eine konsequente und die Lehrkompetenzentwicklung unterstützende Inhouse-Maßnahme vorgestellt. 

Beatrix Wildt, Birgit Szczyrba, Johannes Wildt: Gruppen leiten und beraten – Ein Programm zur hochschuldidaktischen Kompetenzentwicklung für "New Professionals“ in Hochschulen

Zusammenfassung: Beraten und Leiten von Gruppen ist zum einen eine basale Kompetenz für die Hochschullehre, stellt zum anderen aber auch hohe Anforderungen an Hochschuldidaktiker/innen, die als "New Professionals“ Lehrende in der Entwicklung dieser Kompetenz unterstützen. Der folgende Beitrag befasst sich mit einer Weiterbildung für professionelle Hochschuldidaktiker/innen, die mit dieser Zielsetzung Coaching als Beratungsformat und Methoden der Leitung von Gruppen in den Mittelpunkt stellt. Es handelt sich dabei um die erste von den Autor/innen konzeptualisierte hochschuldidaktische Weiterbildung dieser Art in Deutschland, die April 2011 bis Juni 2012 am hochschuldidaktischen Zentrum der TU Dortmund durchgeführt wird. 

Matthias Wiemer: Begleitung anspruchsvoller Bildungswege: Coaching für Studierende

Zusammenfassung: An Hochschulen existieren vielfältige Beratungsangebote für Studierende, die zunehmend auf das Format Coaching zurückgreifen. Der Beitrag zeigt auf, welche Zielgruppen mit Coaching erreicht und welche Anlässe im Beratungsformat Coaching bearbeitet werden können. Ein besonderes Augenmerk liegt darüber hinaus auf studierendenzentrierter Lehre und Kompetenzentwicklung an Hochschulen und wie diese Aspekte durch Coaching(elemente) unterstützt werden können.

Susanne Gotzen, Jutta Wergen: Qualitätsaspekte im Wissenschaftscoaching aus Sicht der Akteure

Zusammenfassung: In vorliegendem Aufsatz wird der Frage nachgegangen, was die Kriterien für gutes Coaching im Wissenschaftskontext sind. Im Rahmen der Tagung "Coaching als Programm – Beraten (werden) im Feld der Hochschule“ im Frühjahr 2011 an der TU Dortmund befassten sich die Teilnehmenden mit Aspekten von Qualität im Wissenschaftscoaching. Dabei wurde deutlich, dass die einzelnen Akteure Qualität sehr unterschiedlich beschreiben und diese Beschreibungen z.T. unverbunden nebeneinander stehen. Die Autorinnen argumentieren, dass dies typisch ist für die Organisation Hochschule, die als lose gekoppeltes Systems ohne einheitliche Organisationsziele beschrieben werden kann. Wenn aber Qualität von Coaching an der Zielerreichung gemessen wird, wie es die Literatur der Evaluationsforschung und auch die gängige Praxis nahelegt, wie kann dann diese Qualität definiert werden, wenn die Ziele diffus sind? 

Rubrik

Praxisberichte

Bettina Schreyögg, Tanja Nazlic: Kommunikationsthemen im Coaching. Erkenntnisse aus der Beratungspraxis an Hochschulen

Zusammenfassung: Kommunikation ist allgegenwärtig in zwischenmenschlichen Interaktionen. Ohne stets als explizites Anliegen oder Ziel formuliert zu werden, stellt die Förderung, Herstellung und Erhaltung von kommunikativen Fähigkeiten in Coachingprozessen eine zentrale Aufgabe dar. Als Anlass oder Anliegen von Coaching sind Kommunikationsthemen auch in Beratungsprozessen von Nachwuchswissenschaftler/innen und Professor/innen von hoher Bedeutung. Dies veranschaulicht eine an den Karrierephasen von Wissenschaftler/innen orientierte Darstellung typischer Kommunikationsaufgaben. Zwei Praxisberichte schildern die konkrete Coachingarbeit an Kommunikationsthemen im Hochschulsetting.

Kathrin Gimpel, Senta Recktenwald: Your Innovation – Eine praxisnahe Promotionsbegleitung bei ThyssenKrupp

Zusammenfassung: Mit unserem Doktorandenprogramm Your Innovation verfolgen wir zum einen das Ziel, Innovationen in unserem Konzern mit voranzutreiben. Gleichzeitig nehmen wir die tägliche Herausforderung in Angriff, hochtalentierte Hochschulabsolventen für ThyssenKrupp zu gewinnen. Weiterhin räumen wir durch den besonderen Programmaufbau der individuellen Kompetenzentwicklung der Teilnehmer einen besonderen Platz ein. Wir möchten so mit einer frühzeitigen zielgerichteten Personalentwicklung den Grundstein legen für einen qualifizierten Berufseinstieg. Das Kollegiale Coaching stellt hierbei ein wichtiges Element dar, um ein aktives Mitgestalten des Promotionsprozesses zu unterstützen.

Sarah Vespermann, Regina Weber: Begabung oder harte Arbeit? Studienerfolg durch Kollegiales Coaching

Zusammenfassung: Während eines Studiums kann es zu Situationen kommen, die Unsicherheiten hervorrufen und den Studienerfolg empfindlich stören. Im Kollegialen Coaching arbeiten Stipendiat/innen der Hans-Böckler-Stiftung miteinander, die sich in ähnlichen Situationen befinden, um gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten und ihre Selbstwahrnehmung zu stärken. Ältere und ehemalige Stipendiat/innen werden zu diversity-sensiblen Coaches ausgebildet, die im Anschluss eine Coachinggruppe leiten.

Rubrik

Diskurs

Eike Hebecker: Was heißt und zu welchem Ende coacht man an der Hochschule?

Zusammenfassung: In den vergangenen Jahren haben verschiedenste Verfahren und Formate der professionellen Beratungspraxis Einzug in die Hochschulen gehalten und haben mittlerweile alle institutionellen Ebenen und Statusgruppen erfasst. Vor allem das Coaching hat dabei durch seinen Facettenreichtum und seine vielfältige Anwendbarkeit eine große Akzeptanz gefunden. Der Beitrag unternimmt den Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme und hinterfragt, wie sich Rollen und Verantwortlichkeiten an den Hochschulen in Bezug auf Beratung und durch Beratung verändern. Es gilt, die Beratungskompetenz im Feld der Hochschule weiterzuentwickeln, eigene Qualitätsstandards zu formulieren und in einen noch weiter zu führenden Qualitätsdiskurs einzubringen.

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

Weitere Informationen zur Zeitschrift OSC finden Sie unter www.osc-digital.de

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Die Herausgeberin:
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Redaktion:
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