Zusammenfassung der Zeitschrift Organisationsberatung – Supervision – Coaching (OSC) Ausgabe 01/2010, Jg. 17

Die von Dr. Astrid Schreyögg herausgegebene Zeitschrift "Organisationsberatung -Supervision - Coaching" (OSC) (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden) hat in der Ausgabe 1/2010 den Themenschwerpunkt "Life-Coaching".

Rubrik

Hauptbeiträge

Anne Kimmle: Business- oder Life-Coaching: Ist das die richtige Frage?

Zusammenfassung: Anhand von drei Fallbeispielen wird verdeutlicht, in welcher Weise sich Coaching-Gespräche in die Richtung von Life-Coaching entwickeln können. Es werden einige formale und methodische Herausforderungen für den Beratungsprozess abgeleitet und mögliche Leitfragen für den sich anschließende Meta-Ebenen-Dialog benannt.

Astrid Schreyögg: Life-Coaching von Frauen um die 30

Zusammenfassung: Dieser Beitrag befasst sich mit dem Coaching von beruflich erfolgreichen jungen Frauen um die 30. Sie weisen oft eine gewisse Ambivalenz auf, wie sie in ihrem weiteren Leben Beruf und Familie kombinieren können. Die Ursachen für diese Ambivalenz verortet die Autorin einerseits historisch, wonach die Planbarkeit des eigenen Lebens für Frauen relativ neu ist. Die Ambivalenz wird andererseits begründet durch die modernen relativ überhöhten Anforderungen an die Partnerwahl und durch Komplikationen, die mit einem doppelten Lebensentwurf für Frauen einhergehen. Zum Abschluss werden einige Empfehlungen für das Coaching dieser ambivalenten Frauen gegeben.

Bernd Schmid: Milieu – ein oft wenig beachteter Faktor

Zusammenfassung: Der Beitrag fokussiert die Bedeutung von Milieufaktoren für berufliche Entwicklung, für die Chance, bestimmte gesellschaftliche Stellungen zu erlangen, sich in gewünschten Milieus zu beheimaten. Zu anderen Milieus Zugang zu finden und Milieubegegnung zu gestalten, ist eine eigene Kompetenz, die durch Bildung nur begrenzt zu erlangen ist. Um mit diesem Thema konstruktiv umzugehen, müssen Tabus bezüglich Milieufragen in der Gesellschaft allgemein und im Coachingfeld im Besonderen überwunden werden.

Björn Migge: Spiritualität im Coaching. Psychologische Zugänge zur Religiosität und Spiritualität im Beratungsformat Coaching

Zusammenfassung: Im Beratungsformat Coaching wird die Spiritualität bisher kaum thematisiert. Das liegt zum einen an dem vagen und schlecht operationalisierbaren Begriff der Spiritualität. Ein anderer Grund hierfür ist, dass Spiritualität und Religiosität im Coaching tabuisiert werden. Es kann sinnvoll sein, im Rahmen von Coaching-Fortbildungen zu einer verstärkten weltanschaulichen Reflexion einzuladen, die auch das Thema Spiritualität mit einschließt. Der Beitrag soll dazu anregen, der Frage nachzugehen, ob Spiritualität im Coaching ebenso hilfreich und zieldienlich thematisiert werden kann wie in der Medizin und der Psychotherapie. Hierzu ist empirische Forschung erforderlich. Einige Falldarstellungen verdeutlichen, dass Spiritualität im Coaching auch an den Grenzbereichen zu Seelsorge, Psychotherapie und Medizin vorgefunden werden kann.

Daniel Dorniok & Michael Mohe: Wie gehen wissensintensive Dienstleister mit eigenen Wissenslücken um?

Zusammenfassung: Mithilfe der durchgeführten Delphi-Studie konnten diverse Möglichkeiten, die Berater im Umgang mit eigenem Nichtwissen verwenden, identifiziert werden. Es ließen sich sowohl übergeordnete Strategien, die den Einsatz von einzelnen Maßnahmen regeln und den Aktivitäten zum Umgang mit Nichtwissen eine Richtung geben, als auch organisationale Regelungen für den Umgang mit Nichtwissen ausmachen, die je nach subjektiver Wahrnehmung und Bewertung des vorliegenden Nichtwissens und seiner Relevanz bzw. seiner Auswirkungen eingesetzt werden können. Die gefundenen Strategien reichten von der Erhaltung und Nutzung von Nichtwissen über die offene Kommunikation und Ausräumung von Nichtwissen bis zur völligen Ignoranz und dem Verbergen von Nichtwissen. An organisationalen Regelungen ließen sich zum einen formelle und zum anderen informelle Regeln finden.

Bernd Schmid: Innere Bilder und beruflicher Lebensweg: Einführung, Falldarstellung, Leitfaden

Zusammenfassung: Dieser Beitrag skizziert zunächst die Arbeit mit inneren Bildern. Innere Bilder wirken im Hintergrund und bestimmen mit, welche Rollen und Szenarien Menschen im Berufsleben aufsuchen, mit gestalten und als schicksalhaft oder sinnvoll empfinden. Die Arbeit mit inneren Bildern im Coaching wird anhand einer Fallstudie ausführlich dargestellt. Über einfache Befragung kann man etwas über solche inneren Bilder erfahren. Ein Interviewleitfaden und Hinweise für Vorgehensweisen sind im Anhang zu finden.

Harald Pühl: Wenn im Coaching die Paardynamik die Oberhand gewinnt

Zusammenfassung: Anhand von zwei Coachingfällen wird gezeigt, wie der Beratungsprozess umschlagen kann, wenn die Ratsuchenden die so genannte private Seite ihres Lebens ängstlich auszuklammern versuchen.

Ferdinand Buer: Das Böse und das Glück. Oder: Warum Life-Coaching so spannend sein kann

Zusammenfassung: Life-Coaching geht es um die Förderung einer ars laborandi als Teil einer umfassenden ars vivendi. Dann muss es sich auch mit den schlechten Seiten des Menschen auseinandersetzen, etwa mit dem "Luzifer-Effekt" oder mit lasterhaften Verhaltensweisen. Motivation für gute Arbeit bietet jedoch das Streben nach Glück. Hieran knüpft das Life-Coaching an. Der Autor setzt sich in diesem Beitrag mit einigen neu erschienenen Büchern auseinander, die sich mit diesem Themen befassen, und erörtert die jeweilige Relevanz für die Arbeit im Life-Coaching.

Zur Zeitschrift

Organisationsentwicklung Supervision Coaching (OSC)

Weitere Informationen zur Zeitschrift OSC finden Sie unter www.osc-digital.de

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Die Herausgeberin:
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