Paradoxe Intention

Von Viktor E. Frankl (siehe Logotherapie) entwickelte Interventionstechnik zur Behandlung von Angst- und Zwangsneurosen. Im Rahmen der paradoxen Intention wird der Patient vorzugsweise humorvoll angewiesen, seine am meisten gefürchteten Symptome herbeizuwünschen bzw. selbst in die Tat umzusetzen.

In ausgewähltem therapeutischen Setting und nach genauer Anamnese wird der angst- oder zwangsneurotische Patient angewiesen, sich genau das zu wünschen, wovor er sich fürchtet. Dieser Wunsch muss durch therapeutische Anleitung mittels Einsatz von Humor bis zur Unwirklichkeit verstärkt werden. Durch das zunehmende "Belächeln" der Ängste oder Zwänge durch den Patienten gewinnt dieser eine Distanz, die die Objektivierung der Lage ermöglicht und durch Absurdität zu einer Lösung von der Angst oder vom Zwang führt. Gute Ausbildung und schauspielerisches Talent eines humorvollen Therapeuten ist notwendig. Meist ist wegen der Laienausbildung in moderner Zeit die Dereflexion, also eine gezielte Ablenkung vom Symptom als Voraussetzung für den Einsatz der Paradoxen Intention durchzuführen. Zudem ist eine begleitende Psychotherapie für Begleitsymptome empfehlenswert.

Die paradoxe Intention wird als "Symptomverschreibung" auch in anderen Therapien (z.B. Verhaltenstherapie, Familientherapie) eingesetzt.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, heißt es tatsächlich "Paradoxe Intention" (nicht "Paradoxe Intervention"). Leider wird dies aus der Sekundärliteratur oftmals falsch zitiert.

Quelle

[1] Paradoxe Intention in der Wikipedia] 

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