Der Vorgesetzte als Coach

Aufgrund der im Vergleich zu anderen Coaching-Varianten eingeschränkten Arbeitsform sind die Anforderungen an die fachlichen Qualifikationen des Vorgesetzten nicht so hoch wie an die der hauptberuflichen Coaches.
Dennoch verlangt das Coaching dem Vorgesetzten personenzentrierte Aufgaben ab, die z.T. über seine "normalen" Fähigkeiten hinausreichen. Daher müssen die Vorgesetzen in folgenden Bereichen zusätzlich ausgebildet werden:

  • Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
  • Selbst- und Zeitmanagement
  • Soziale Kompetenz (insbesondere die Fähigkeit zum Beziehungsaufbau)
  • (Selbst-)Kritische und konstruktive Reflexionsfähigkeit
  • Problem- und Konfliktlösefähigkeiten (als wesentliche Interventionsmaßnahmen)
  • Fähigkeit zur Ziel- bzw. Aufgabenorientierung

Hinzu kommen idealerweise persönliche Eigenschaften wie:

  • Glaubwürdigkeit und Integrität
  • Einfühlungsvermögen
  • Unvoreingenommenheit

Ähnlich wie bei der Ausbildung zum hauptberuflichen Coach bleibt auch hier das Problem offen, wer der Führungskraft das Coachen bzw. das entwicklungsorientierte Führen beibringt. I.d.R. geschieht dies durch Seminare, in denen den Vorgesetzten die entsprechenden Qualifikationen vermittelt werden sollen.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, dass die Vorgesetzten Erfahrungen mit Formen des Selbst-Coachings sammeln und auch regelmäßig selber gecoacht bzw. supervidiert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die coachenden Vorgesetzten bei Problemen fundierte Ansprechpartner haben und ihre Coaching-Fähigkeiten entwickeln können. Auf keinen Fall dürfen coachende Vorgesetzte sich selbst überlassen werden.

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