Dimension Prozessqualität

Diese Qualitätsdimension bezieht sich auf alle Prozesse, die notwendig erscheinen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Grundfrage: Wie führt man eine Coaching-Weiterbildung durch?

  • Faktor "Beziehungsqualität der Lehr-Coaches  zu TeilnehmerInnen"


Die Beziehungsqualität zwischen den Teilnehmern und Lehr-Coaches ist von großer Bedeutung für die Qualität einer Coaching-Weiterbildung. Diese Bedeutsamkeit (bzw. die Existenz) dieses Faktors deckt sich mit den Ergebnissen aus dem klinischen Kontext, in denen die Beziehungsqualität den größten Varianzanteil unter den gestaltbaren Faktoren aufweist (Hubble, Duncan & Miller, 1999 - The Heart and Soul of Change. What Works in Therapy? Washington, DC: APA). Für die Beziehungsqualität ist es notwendig, dass die Lehr-Coaches über Beziehungsgestaltungskompetenzen verfügen, vertrauenswürdig und authentisch sind und das Verhältnis zu den Teilnehmern durch Vertrauen, Akzeptanz, Wertschätzung, Offenheit und Ehrlichkeit, konstruktive Zusammenarbeit, Sympathie und persönliche Passung geprägt ist.

  • Faktor "Beziehungsqualität in der Teilnehmergruppe"


Neben der Beziehung zu den Lehr-Coaches ist die Beziehung innerhalb der Teilnehmergruppe bedeutsam. Arbeitsfähige Gruppen zeichnen sich dadurch aus, dass Vertrauen und Akzeptanz, Offenheit und Ehrlichkeit Sympathie, Wertschätzung, Zusammenarbeit und Gleichwertigkeit gegeben sind. In Fern- und Einzel-Weiterbildungen ist diese Skala natürlich nicht erfassbar. Da derartige Ausbildungen aber nur ca. 3% der am Markt vorhandenen Coaching-Weiterbildungen ausmachen, ist dieser Umstand vernachlässigbar.

- Faktor "Gegenseitige Erwartungs- und Zielklärung"

Maßgeblichen Einfluss auf die Prozessgüte hat die Erwartungs- und Zielklärung. Damit ist sowohl gemeint, deutlich zu überprüfen, welche Erwartungen ein Teilnehmer an die Weiterbildung stellt, als auch welche Erwartungen an die Teilnehmer gestellt werden. Dazu sollten sich die Lehr-Coaches vor der Weiterbildung ein genaues Bild von den Teilnehmern machen (z.B. durch Fragebögen oder Interviews) und verständlich darüber aufklären, welche Ziele durch die Weiterbildung erreichbar sind.

  • Faktor "Transparente Teilnahmebedingungen"


Dieser Faktor präzisiert, ob und wie deutlich mit den Teilnehmern die Rahmenbedingungen bzgl. der Kosten und Nebenkosten (z.B. für Zertifikate, Einzel-Coachings, Supervision, Unterkunft, Verpflegung), Stornogebühren und der Dauer der gesamten Weiterbildung geklärt wurden, um unliebsame Überraschungen möglichst auszuschließen.

  • Faktor "Coaching-Übungen"


Hierunter fallen alle konkreten Aktivitäten, die für die Durchführung eines Coachings von Belang sind. Dies umfasst z.B. die Durchführung und schriftliche Dokumentation eigener Coaching-Fälle, dass Verfassen einer Abschlussarbeit bzw. Absolvieren einer Abschlussprüfung, die Erledigung von "Hausaufgaben" zwischen den Abschnitten der Weiterbildung und das Üben konkreter Coaching-Situationen während der Weiterbildung.

Weitere Qualitätsdimensionen

Strukturqualität

In der Qualitätsdimension "Strukturqualität" finden sich fünf Faktoren, die beschreiben, was man für die Durchführung einer guten Coaching-Weiterbildung benötigt.

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Ergebnisqualität

Die Ergebnisqualität bezieht sich auf den Grad des erreichten Ergebnisses einer Coaching-Weiterbildung, z.B. anhand eines Vorher-Nachher-Vergleichs.

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Die Coaching-Ausbildungsdatenbank gibt Ihnen eine Übersicht von Coaching-Ausbildungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. 

Alles über Coaching-Weiterbildungen

Im Rahmen seiner Dissertation hat Dr. Christopher Rauen den deutschen Coaching-Weiterbildungsmarkt eingehend untersucht.