12.03.2015

„Führungskräfte von morgen müssen vor allem gute Netzwerker sein“

Führungskräfte müssen sich zunehmend zu Netzwerkern mit hoher sozialer und kommunikativer Kompetenz entwickeln, um aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. So lautet das Ergebnis einer Führungskulturstudie, die vor dem Hintergrund voranschreitender Digitalisierung durchgeführt wurde.

Wie verändert zunehmende Digitalisierung den Führungsalltag und welche Anforderungen an Führungskräfte entstehen daraus? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen gewinnen in der Führungsarbeit an Bedeutung? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ) mit Sitz in Frankfurt am Main in seiner Studie „Alpha Intelligence – Was Führungskräfte von morgen brauchen”. Die Ergebnisse: Zunehmende Digitalisierung – diese geht mit einer fortschreitenden Vernetzung der Arbeitswelt einher – führe zu verstärktem Druck im Managementalltag. 46 Prozent der befragten Führungskräfte gaben an, dieser Aussage „voll und ganz“ zuzustimmen. Weitere 31 Prozent stimmten „teilweise“ zu. Folglich werde vernetztes Denken und Handeln zunehmend zu einer zentralen Voraussetzung erfolgreicher Führung. Fast zwei Drittel der befragten Führungskräfte stimmten diesbezüglich „voll und ganz“ zu (31 Prozent „teilweise“).

Um in einem von Vernetzung geprägten Umfeld erfolgreich führen zu können, seien ausgeprägte soziale und kommunikative Kompetenzen von immer stärkerer Bedeutung, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Insbesondere in Großunternehmen tätige Führungskräfte drückten diese Erwartungshaltung aus (73 Prozent). So resümieren die Studienautoren: „Die Führungskräfte von morgen müssen vor allem gute Netzwerker sein, die mit anderen Menschen und Organisationen sowie zwischen ihnen tragfähige Beziehungen knüpfen können.“

In direktem Zusammenhang mit der zunehmenden arbeitsweltlichen Vernetzung ist ein weiteres Ergebnis der Umfrage zu betrachten: Festgestellt wurde ein Trend zu einer weniger hierarchischen Führung. Immerhin 50 Prozent der Befragten stimmten „voll und ganz“ oder „teilweise“ der These zu, Hierarchiedenken habe als Führungswerkzeug ausgedient. Eine gegenteilige Meinung vertraten insbesondere in Großunternehmen tätige Führungskräfte, so die Autoren.

Die Ergebnisse der IFIDZ-Erhebung gehen in zentralen Punkten mit den Erkenntnissen anderer aktueller Führungskulturstudien konform. So stellte etwa das Projekt „Forum Gute Führung“ die wachsende Bedeutung von Netzwerkstrukturen in der Arbeitswelt und die Tendenz zu einer weniger linienhierarchisch geprägten Führung Ende 2014 heraus (Coaching-Report berichtete).

Für die Studie wurden gemäß IFIDZ 100 Führungskräfte der ersten und zweiten Führungsebene anhand eines Fragebogens befragt. 70 Prozent der Teilnehmer stammten aus mittleren, 30 Prozent aus großen Unternehmen. (de)

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