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 Coaching-News
| Abgestürzte Helden coachen | 17.04.2009 | Banker: Nur noch Prostituierte und Kriminelle sind Umfragen zufolge unbeliebter, meldet das Handelsblatt.
Ein ganzer Berufsstand ist im öffentlichen Ansehen so tief gesunken wie die Kurse an den Börsen. Sie zählten einst zur Elite. Und haben nun jeden Kredit verspielt – seitdem die Bankenwelt durch die Pleite von Lehman Brothers im Herbst 2008 ins Wanken geriet.
Die Krise, sie könnte eine Chance für einen Neuanfang sein. Man könnte Missstände abzustellen, Fehler korrigieren. Das haben auch viele Bankmitarbeiter gehofft. Doch während sich die Manager öffentlich noch in Demut üben und Besserung geloben, bleibt intern alles beim Alten. „Als sei die Krise nur ein kleiner Ausrutscher gewesen“, zitiert das Handelsblatt vom 6. April 2009 den Personalrat einer Sparkasse. Und lässt es den Bankenexperten von Verdi dramatischer formulieren: „Die Zustände im Vertrieb sind schlimmer als jemals zuvor, Zielvorgaben wurden sogar erhöht.“
In dieser Situation suchen die Banker den Coach auf: „Mir geht es schlecht, und ich schaff' es nicht allein, aus dieser Situation herauszukommen“, ist die Botschaft, die Coach Werner Gross aus Offenbach empfängt. Die Banker leiden unter Panikattacken oder Depressionen, psychosomatischen Problemen oder dem Burn-out-Syndrom. Seit Jahren nehmen psychische Erkrankungen von Bankmitarbeitern deutlich zu – ein Plus von 70 Prozent seit Mitte der 90er-Jahre, meldet die AOK. (tw)
Weitere Informationen: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/abgestuerzte-helden-die-bankerkrise;2227676;0
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