Abschluss des Coachings

Sind die mit dem Coaching angestrebten Ziele oder eine vereinbarte Anzahl von Sitzungen erreicht, so kann es offiziell abgeschlossen werden. Auch im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Coachings sollte immer eine derartige Abschluss-Sitzung stattfinden; es besteht sonst die Gefahr, dass unbewältigte Abbrüche von dem Gecoachten nicht angemessen verarbeitet werden können.
  • Es wird für den Abschluss bereits zu Beginn des Coachings eine letzte Sitzung reserviert, in welcher der Prozess rekapituliert und eine Bestandsaufnahme der erreichten Veränderungen gemacht wird. Damit endet offiziell der Kontrakt zwischen Coach und Gecoachtem, der Kontakt kann jedoch in freundschaftlicher Form weiterbestehen.

  • Sollte ein neuer Bedarf an einer Beratungsleistung offenbar werden, ist es natürlich möglich, ein neues Coaching zu beginnen. Dann kann sowohl für den Coach als auch für den Gecoachten die Erfahrung der vorherigen Zusammenarbeit hilfreich sein. Die Kenntnis von Person und Beratungssituation erleichtert in solchen Fällen einen Einstieg in das Coaching. Dennoch sollte klar bleiben, dass es sich dabei nicht um eine Fortsetzung des alten, sondern um einen neuen Prozess handelt.

  • Wenn ein Coaching ohne fest begrenzte Anzahl von Terminen länger andauert, als dem Coach notwendig scheint, sollte er von sich aus das Ende des Prozesses ansprechen. Zuweilen kommt es vor, dass der Gecoachte annimmt, den Kontakt zum Coach für immer zu verlieren bzw. er sich an den Coach gewöhnt hat. Dieses Problem kann z.B. dann bestehen, wenn das Coaching von der Organisation bezahlt wird und nicht vom Gecoachten selber. Derartigen "Trennungsängsten" kann der Coach mit dem Hinweis entgegenwirken, bei Bedarf jederzeit wieder zur Verfügung zu stehen.

  • Ein Coach sollte sich in solchen Situationen seines Ziels "Hilfe zur Selbsthilfe" bewusst sein. Gemäß dieser Grundeinstellung kann er nicht an einer Lebensstellung interessiert sein. Im Gegenteil: Die Selbstregulationsfähigkeiten und Feedbackmechanismen des Gecoachten sollten sich soweit verbessern, dass der Coach überflüssig wird. Zuvor problematisch erscheinende berufliche und private Anliegen sollten nach dem Coaching dank eines erweiterten Verhaltens- und Erlebensrepertoires vom Gecoachten alleine bewältigt werden können.


Quellen & nützliche Links



            



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