Coaching-Report von Christopher Rauen
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Coaching-Fachbegriffe Q-Z
 
Qualität: Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt (DIN EN ISO 9000:2000).
 
Qualitätskontrolle: s. Evaluation.
 
Rapport: Durch gegenseitige Anerkennung und Vertrauen gekennzeichnete Beziehung zwischen mindestens zwei Personen. Als Kennzeichen eines guten Rapports kann die stabile Tragfähigkeit einer Beziehung angesehen werden. Rapport kann somit als notwendige Grundlage einer Beratungsbeziehung angesehen werden.
 
Rational-Emotive Therapie: Von Albert Ellis entwickelte Therapieform, die neurotische Erkrankungung auf dysfunktionale Glaubenssätze ("Ich darf nicht..."; "Ich muss..."; "Immer wenn ich...") und somit falsche Interpretationen von Umweltereignissen zurückführt. Die Rational-Emotive Therapie (RET) geht davon aus, dass mit der Identifikation dieser dysfunktionalen Glaubensätze und einer anschließenden Einstellungsänderung eine Gesundung möglich ist. 
 
Reflexion: Prüfendes und vergleichendes Nachdenken. Im engeren Sinn das "Zurückbeugen" des Denkens als (kritisches) Denken des Gedachten.
 
Reframing: Umdeutung des Verhaltens oder Erlebens. Durch ein Reframing werden festgefahrene Muster in einen anderen Rahmen gesetzt, der neue Sichtweisen ermöglicht. Im NLP versteht man unter Reframing diverse Veränderungsstrategien, denen als Grundmuster eine Umdeutung gleich ist. Das Reframing geht von der Grundannahme aus, dass Erfahrungen von dem Zusammenhang (dem Rahmen) abhängig sind, in dem man sie sieht. Wird dieser Rahmen umgedeutet, so verändert sich auch die Erfahrung. Ziel ist es meist, für ein Verhalten oder Erleben einen nützlichen Rahmen zu finden.
 
Relativismus: Die Fähigkeit und Bereitschaft, Verhaltensweisen, Auffassungen, Gedankenmodelle und Werte anderer Personen, Gruppen und Gesellschaften als genauso vernünftig zu erachten, wie die eigenen.
 
RET: s. Rational-Emotive Therapie.
 
Rückmeldung: s. Feedback.
 
Selbst-Coaching: Beratung ohne Hilfe von außen. Selbst-Coaching dient der selbstgesteuerten Kompetenzverbesserung durch entsprechende Lernmethoden. Die Fähigkeit zum Selbst-Coaching wird als Ergebnis eines Coachings und als Voraussetzung, um selber zu coachen, angesehen.
 
Selbstkongruenz: s. Kongruenz.
 
Selbstreflexion: Prüfendes und vergleichendes Nachdenken über sich selbst, das eigene Verhalten und Erleben (s.a. Reflexion).
 
Soziale Kompetenz: Fähigkeiten zur effektiven Umsetzung von Zielen und Absichten in sozialen Interaktionen. Typische Kennzeichen sozialer Kompetenz sind Faktoren wie Selbstreflexionsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit.
 
Stabs-Coaching: Organisationsinternes Coaching durch für diese Aufgabe fest angestellte Stäbe. Diese interne Prozessberatung ergänzt bzw. unterstützt vorhandene Personalentwicklungsmaßnahmen. Stabs-Coaching kann in der Form von Einzel- und von Gruppen-Coaching stattfinden, da die Stabs-Coachs ihrer Tätigkeit meist hauptberuflich nachgehen und entsprechend qualifiziert sind. Stabs-Coaching empfiehlt sich vor allem dann, wenn ein Vorgesetzten-Coaching nicht in Frage kommt und kein externer Berater gewünscht ist. Die Zielgruppe des Stabs-Coachings beschränkt sich i.d.R. auf Organisationsmitglieder, die aus dem mittleren und unteren Management stammen. Die Statushöhe des Stabs-Coachs ist meist nicht für höhere Managementebenen ausreichend.
 
Supervision: Emotions- und beziehungsorientierte Beratungsform zur Thematisierung beruflicher Zusammenhänge. Historisch begründet lassen sich bei der Supervision folgende Funktionsbereiche erkennen: Administrative Supervision (Führung, Beratung und Kontrolle durch Vorgesetzte) und Clinical Supervision (psychotherapeutische Supervision und Supervision in der Sozialarbeit).
 
Symptomverschreibung: s. Paradoxe Intention.
 
System-Coaching: s. Team-Coaching.
 
TA: s. Transaktionsanalyse.
 
Team-Coaching: Coaching-Variante, bei der eine im beruflichen Funktionszusammenhang stehende Personengruppe in ihrem organisationalen Umfeld gecoacht wird. Ziel ist die effektive Teamentwicklung und Verbesserung von Kommunikation, Motivation und Kooperation. Team-Coaching ist eine Unterform des Gruppen-Coachings und wird oft durch Einzel-Coaching für die Team-Mitglieder ergänzt.
 
Tele-Coaching: Coaching via Telefon, Fax und Internetdiensten (hauptsächlich E-Mail, Dis-kussionsforum und Chat). Während die Nutzung dieser Medien zunächst nur als Ergänzung zum persönlichen Beratungsgespräch diente, bieten mittlerweile einige Berater entsprechende Dienstleistungen nur auf diesen Wegen an.
 
Themenzentrierte Interaktion: Modell und Gestaltungsmethode zum Arbeiten und Lernen in Gruppen. Die Themenzentrierte Interaktion (TZI) wurde 1955 von Ruth C. Cohn begründet und in den USA und Europa weiterentwickelt. Das Modell der TZI strebt ein Gleichgewicht der Faktoren "Thema/Aufgabe", "Person" und "Gruppe" an (in Form eines Dreiecks dargestellt), die von dem Umfeld (einem Kreis) umgeben sind. Grundüberlegung ist, dass in Gruppen immer sachlich-fachliche, individuelle, zwischenmenschliche und die Bedingungen der Umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden sollten.
 
Transaktionsanalyse: Theorie der menschlichen Persönlichkeit und eine Richtung der Gesprächspsychotherapie. Die Transaktionsanalyse (TA) wurde in den 60er Jahren von Eric Berne entwickelt und verbindet tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Konzepte mit den Ideen der Humanistischen Psychologie. Populäre Konzepte der TA sind deren drei Ich-Zustände (das Eltern-Ich, das Erwachsenen-Ich und das Kindheits-Ich und deren Interaktionen), das Lebensskript (Aufarbeitung, wie Kindheitserfahrungen das spätere Erleben und Verhalten beeinflussen) und eine Kommunikationstheorie. 
 
TZI: s. Themenzentrierte Interaktion.
 
Verhaltenstherapie: Psychotherapeutische Verfahrensweisen, die auf der Annahme basieren, dass psychische Störungen erlernt sind und wieder verlernt bzw. verändert werden können. Bekannte Methoden der Verhaltenstherapie (VT) sind die Konditionierung, Lernen am Modell, systematische Desensibilisierung, Flooding uvm.
 
Vorgesetzten-Coaching: Coaching von Mitarbeiter durch ihren (meist direkten) Vorgesetzten (zuweilen auch "Linien-Coach" genannt). Auf Grund der - schon aus Zeitgründen - eingeschränkten Möglichkeiten des Vorgesetzten, als Coach zu fungieren, beschränkt sich diese Form der Beratung meist auf fachbezogene Inhalte. (Weitere Dokumente zum Coaching durch den Vorgesetzten finden sich im Coaching-Magazin.)
 
VT: s. Verhaltenstherapie.
 
Übersicht: A-G
 
Übersicht: H-P
 
 
 
Quelle & nützliche Links
 
 
  Handbuch Coaching (2., aktualisierte Auflage)
 
Die Serie zum Management-Chinesisch der Süddeutschen Zeitung
 
Fachgebärden-Lexikon der Psychologie
 
Lexikon der Weiterbildung der Zeitschrift "managerSeminare"
 

Lexikon des Change-Management der Umsetzungsberatung von Winfried Berner + Kollegen BDU
 

Lexikon sociologicus
 
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