Ablauf des Coachings:
Informationen zum Ablauf eines Coachings finden Sie hier.
|
Affektiv: Das Gefühl betreffend.
|
Ambiguitätstoleranz: Fähigkeit, andere Sichtweisen zu akzeptieren sowie Mehrdeutigkeiten und Widersprüche in Situationen und Handlungsweisen zu ertragen, ohne sich unwohl zu fühlen oder aggressiv zu reagieren. Besonders bei Anpassungsprozessen an eine fremdkulturelle Situation kann fehlende Ambiguitätstoleranz zu Unwohlsein und Konfusionen führen.
|
Autogenes Training: Von Johannes Heinrich Schulz aus der Hypnose (s.u.) entwickelte Methode der körperlichen und psychischen Selbstbeeinflussung, z.B. um Entspannungszustände gewollt herbeizuführen. Im Unterschied zur Hypnose ist für das autogene Training kein schlafähnlicher Zustand notwendig.
|
Betriebsblindheit:
Unangemessene Wahrnehmungs- und Beurteilungstendenzen, die oft durch
Routine verursacht sind. Klassisches Merkmal der Betriebsblindheit
ist die eingeschränkte Wahrnehmung betrieblicher Abläufe und
Zusammenhänge.
|
Beziehungsebene: Eine von
vier Ebenen der Kommunikation nach Schulz von Thun. Neben dem
Beziehungsaspekt in der Kommunikation finden sich Sachinhalt,
Selbstoffenbarung und Appell. Auf der Beziehungsebene ist durch die
Art der Kommunikation erkennbar, was Menschen voneinander halten. Im
Beratungsprozess ist die Beziehungsebene von entscheidender
Bedeutung, da gegenseitige Akzeptanz für die Beratungsbeziehung
unumgänglich ist.
|
Burnout: Syndrom, das den vollständigen
und für die Betroffenen zunächst unerklärlichen
Motivationsverlust beschreibt. Das "Ausbrennen" geschieht
nicht schlagartig, sondern geht schleichend voran. Zentrale Faktoren
bei der Entstehung von Burnout sind oft mit großem Ehrgeiz
verfolgte Ziele und Bedürfnisse, die nicht oder nur mit großen
Opfern erreicht werden können. Daraus können dann bei
Nichterreichen der Ziele Verzweiflungsgefühle und bei Erreichen
Erschöpfungszustände resultieren. Dies geht meist mit einem Rückzug
aus dem gewohnten sozialen Umfeld einher. Das Endstadium des Burnout
(Meltdown) ist durch chronische Hilflosigkeitsgefühle und
Suizidgedanken geprägt.
|
Change-Management: Systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Veränderungen in Organisationen. Neben formalen Aspekten der Planung berücksichtigen Change-Management-Prozesse zunehmend "weiche" Faktoren der Veränderung (Verbesserung interner Kommunikation, Umgang mit Widerständen, Erhalt der Motivation
uvm.).
|
Coachee: Ein analog zum Begriffspaar
"Trainer – Trainee" entstandener Begriff, der die
gecoachte Person bezeichnen soll. Dieser Begriff hat sich bisher
nicht durchsetzen können, da er ein Beziehungsgefälle impliziert,
in welchem ein aktiver Coach an dem Coachee eine Dienstleistung
vollzieht. Diese Grundkonstellation widerspricht jedoch dem
Grundgedanken des Coachings als interaktives Geschehen zwischen
gleichberechtigten Parteien.
|
Coaching: Sammelbegriff für
individuelle Formen personenzentrierter Beratung und Betreuung auf
der Prozessebene. Zielgruppe sind Personen mit Führungsverantwortung
und/oder Managementaufgaben. Generelles Ziel ist immer die
Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeiten ("Hilfe zur
Selbsthilfe") durch die Förderung von Selbstreflexion und
-wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung.. Coaching arbeitet mit
transparenten Interventionen und erlaubt keine manipulativen
Techniken, da ein derartiges Vorgehen der Förderung von Bewusstsein
und Eigenverantwortung prinzipiell entgegenstehen würde.
|
Coaching-Konzept:
Beratungskonzept eines Coachs, das festlegt, welche Methoden und
Techniken in der Beratung verwendet werden, wie diese Methoden
eingesetzt werden, wie angestrebte Prozesse ablaufen können und
welche Wirkzusammenhänge im Beratungsprozess zu berücksichtigen
sind. Zudem gibt das Coaching-Konzept Auskunft über das ihm
zugrundeliegende Menschenbild und grundsätzlich verfolgte Absichten
und Ziele. Das Coaching-Konzept bildet somit das "Gerüst"
für jegliche Maßnahmen des Beraters und sollte für den Klienten
transparent sein und von ihm akzeptiert werden.
|
Coaching-Prozess: Verlauf
der gesamten Zusammenarbeit von Coach und Klient(en) von der
Herstellung des ersten Kontakts bis zur Beendigung des Coachings.
Der Coaching-Prozess kann sich je nach Auftrag über einen Zeitraum
von mehreren Tagen bis zu mehreren Jahren erstrecken.
|
Coaching-Partnerschaft:
Form des Coachings, in der sich zwei (gleichgestellte) Personen
gegenseitig beraten. Dabei werden je nach Anliegen die Rollen von
Klient und Coach getauscht.
|
Coping: Bewältigungsstrategie, mit
der Probleme, Herausforderungen, Belastungen usw. gelöst werden
sollen. Mögliche Formen des Coping sind z.B. das Sammeln von
Informationen über ein Problem, die genaue Vorbereitung auf eine
kommende Herausforderung, das Erlernen von Entspannungstechniken,
aber auch das Verdrängen von Belastungen. Generell sind die Bewältigungsstrategien
sehr unterschiedlich und ihre Auswahl hängt von den persönlichen
Lernerfahrungen des Individuums, seinem Umfeld, seiner Art der
Wahrnehmung und Informationsverarbeitung und zahlreichen weiteren
Faktoren ab.
|
Couching: Persiflage des
Coaching-Begriffs in Anlehnung auf die Couch des Psychoanalytikers.
|
Cyber-Coaching: s.
Tele-Coaching.
|
Echtheit: s. Kongruenz.
|
E-Mail-Coaching: s. Tele-Coaching.
|
Emotionale Intelligenz:
Intelligenter Umgang mit den eigenen Gefühlen. Zeichen einer mit
Intelligenz gepaarten Emotionalität sind der angemessene und
wirksame Ausdruck der eigenen Gefühle und das relativ reibungslose,
soziale Zusammenwirken von Menschen. Zentrale Fähigkeiten
emotionaler Intelligenz sind das Erkennen der eigenen Emotionen, der
Umgang mit den Emotionen, die Emotionen für Ziele einsetzen zu können,
Empathie und der Umgang mit Beziehungen.
|
Empathie: Fähigkeit, sich in das Denken und die Einstellungen anderer Menschen hineinzuversetzen, um dadurch die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen des Gegenübers besser zu verstehen und richtig zu
interpretieren.
|
Einzel-Coaching:
Coaching-Variante, bei der ein einzelner Klient gecoacht wird. Das
populäre Einzel-Coaching wird (fälschlicherweise) oft
gleichgesetzt mit dem Coaching eines Managers durch einen externen
Berater. Einzel-Coaching kann aber auch durch interne Linien-Coachs
und Vorgesetzte praktiziert werden.
|
Erstgespräch: Erstes
Kennenlernen von Coach und Klient(en), bei dem geklärt wird, ob und
unter welchen Bedingungen ein Beratungsauftrag zustande kommen kann.
Die gegenseitige Exploration steht im Erstgespräch als
Ausgangspunkt für eine mögliche Vertrauensbasis im Vordergrund.
Dabei sind die Erwartungen des Klienten und die Möglichkeiten des
Coachs zu klären. Am Ende des Erstgesprächs wird das weitere
Vorgehen festgelegt. Konnte keine gemeinsame Basis gefunden werden -
und ist dies auch nicht mehr zu erwarten -, endet das Coaching nach
dem Erstgespräch.
|
Ethnorelativismus: Gegenteil von Ethnozentrismus. Bereitschaft, die eigenen Normen und Auffassungen zu hinterfragen und zu relativieren und die Normen und Auffassungen anderer Gruppen oder Gesellschaften zu akzeptieren und zu verstehen. Der Ethnorelativismus bildet die Basis für interkulturelle Lernprozesse und produktive interkulturelle Zusammenarbeit.
|
Ethnozentrismus: Gegenteil von Ethnorelativismus. Haltung, die unreflektiert Normen und Auffassungen der eigenen Gruppe oder Gesellschaft auf andere Gruppen oder Gesellschaften überträgt. Für interkulturelle Lernprozesse ist es von Bedeutung, die Interagierenden aus einer Haltung des Ethnozentrismus in eine Haltung des Ethnorelativismus zu führen.
|
Echtheit: Kongruenz
|
Evaluation: Überprüfende
Beurteilung und Bewertung durchgeführter Maßnahmen. Die
wichtigsten Ziele der Evaluation sind die ständige Kontrolle der
Zielerreichung (formative Evaluation/Prozessevaluation) und die
Schaffung und Sammlung von Grundlagendaten zur Entscheidungshilfe (summative
Evaluation).
|
Existenzanalyse: s. Logotherapie.
|
Expertenberatung:
Inhaltliche Stellungnahme eines Beraters in Form eines konkreten Lösungsvorschlags
für vom Klienten delegierte Aufgabenkomplexe (z.B. Entwicklung
eines Abrechnungssystems).
|
Feedback: Verhaltensnahe und
konkrete Rückmeldung der Stärken und Schwächen einer Person.
Durch die klärende Erläuterung, wie ein Verhalten nach außen
wirkt, kann der Empfänger des Feedbacks die Konsequenzen seines
Verhaltens besser einschätzen und verändern.
Mehr...
|
Gesprächspsychotherapie:
Von Carl Rogers gegen Ende der 40er Jahre begründete Form der Psychotherapie, die auf Echtheit, Wertschätzung und einfühlendem Verstehen beruht. Rogers vertrat die Ansicht, dass der Mensch nach Selbstverwirklichung, Wachstum und Gesundheit strebt, in diesem Streben jedoch gehindert sein kann; daher ist in der Gesprächspsychotherapie (GT) dafür zu sorgen, dass der Klient sich frei entfalten kann. Die GT nach Rogers ist keine Technik, sondern eine Grundhaltung. Nur wenn der Therapeut "echt" ist, kann der Klient in einer angstfreien Atmosphäre des gemeinsamen Gesprächs seine Gedanken und Gefühle formulieren und reflektieren und so letztlich seine Einstellung und seine Verhaltensweisen verändern.
|
Gestalttherapie: Psychotherapie, die die Erkenntnisse der Gestaltpsychologie nutzbar gemacht hat. Bedeutsame Vertreter und Entwickler der Gestalttherapie waren Frederick Salomon "Fritz"
Perls, Lore Perls und Paul Goodman. Die Gestalttherapie sieht in psychischen Störungen eine Unterbrechung von natürlichen Wachstumsprozessen. Die Therapiearbeit besteht daher in dem Finden von Bedingungen, unter denen wieder natürliches Wachstum und Entwicklung möglich ist.
|
GP: Gecoachte Person (auch Coaching-Nehmer,
Klient Gecoacher, Coachee).
|
Gruppen-Coaching:
Coaching-Variante, bei der mehrere Klienten gecoacht werden. Dabei fallen unter den Oberbegriff des Gruppen-Coachings auch die Varianten Team-Coaching bzw. System-Coaching und
Projekt-Coaching. Die Gruppengröße übersteigt bei Gruppen-Coaching i.d.R. nicht die Anzahl von 15 Personen.
|
GT: s. Gesprächspsychotherapie.
|
Übersicht: H-P
Übersicht: Q-Z
|