Coaching-Report von Christopher Rauen
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Anlässe für ein Coaching
 
Der wohl wichtigste Grund, Coaching in Anspruch zu nehmen, ist ein Mangel an Rückmeldung (= Feedback)
über das eigene Verhalten, was in einem unrealistischen Selbstbild, beruflichen Orientierungsschwierigkeiten und allen darauf aufbauenden Problemen münden kann (Führungsprobleme, Konflikte, Karrierestillstand, Motivationsdefizit, Burnout, Leistungsabfall uvm.).
Ein typisches Beispiel für die Auswirkung von mangelndem Feedback ist der verschrobene Chef, dessen Allüren allen Mitarbeitern bekannt sind, aber nie thematisiert werden (können). Ein solcher Versuch wäre riskant, da Feedback - wenn es Wirkung zeigen soll -, auch akzeptiert werden muss.
 
 
  Der Feedback-Mangel entsteht, weil Führungskräfte oftmals von abhängigen und in die Problematik involvierten Mitarbeitern, konkurrierenden Kollegen und Erfolg erwartenden Vorgesetzen umgeben sind; zum anderen, weil Ehepartner und Freunde – sofern der Kontakt zu ihnen noch nicht ganz der Karriere geopfert wurde – meist überfordert sind, da ihnen für eine kompetente Beratung das betrieb(swirtschaft)liche und psychologische Fachwissen fehlt.
 
  Selbst wenn sich innerhalb dieses Personenkreises urteilsfähige Gesprächspartner finden, so wird deren Meinung selten konstruktiv aufgenommen: Kritik wird vielmehr als ein persönlicher Angriff missverstanden, Lob als nicht wirklich ernstzunehmende Schmeichelei aufgefasst. Hinzu kommt als weiterer Hemmfaktor für klärende Gespräche die Angst, vor Kollegen, Freunden und Bekannten an Ansehen zu verlieren, weil man Probleme nicht mehr alleine lösen kann.
 
  Auch herkömmliche Seminare und Diskussionen bieten in diesen Fällen keine echte Alternative, da sie in Gruppen stattfinden, was selten individuelle Beratung zulässt. Zudem fehlt hier der "Schutzraum" des Vieraugengespräches, die Diskretion. Erschwerend wirkt weiterhin, dass firmen-interne Veranstaltungen oft nur noch in Form von Ritualen stattfinden, in denen es hauptsächlich darum geht, sich den anderen Teilnehmern gegenüber möglichst perfekt und überlegen darzustellen. Auch in den von Spitzenkräften beliebten externen Seminaren werden i.d.R. nur sachlich-fachliche und keine persönlichen Themen behandelt.
 

 
Die Hauptanlässe für Coachings sehen wie folgt aus:
 
Anlässe für ein Coaching
 
 

Konkrete Gründe für einen Klienten, sich für ein Coaching zu entscheiden, sind:
 
 
  Verbesserung der sozialen Kompetenzen, der Management- und Führungs-Kompetenzen
 
  Auflösen unangemessener Verhaltens-, Wahrnehmungs- und Beurteilungstendenzen
 
  Abbau von Leistungs-, Kreativitäts- und Motivationsblockaden, z.B. "Innere Kündigung"
 
  Allgemeine Erweiterung des Verhaltensrepertoires, insbesondere die Flexibilisierung von routinebedingtem Standardverhalten
 
  Umgang mit persönlichen (Sinn-)Krisen, z.B. mangelndes Selbstvertrauen
 
  Überprüfung der Lebens- und Karriereplanung
 
  Unterstützung bei akuten Konflikten, z.B. bei Beziehungskonflikten mit anderen Personen
 
  Bearbeitung von durch Organisationsstrukturen oder Organisationsentwicklungsmaßnahmen bedingten Problemen, z.B. der Umgang mit neuen Rollen, Integration neuer Mitarbeiter, veränderter Umgang in einer flexiblen und schlanken Organisation
 
  Vorbereitung auf neue Aufgaben und Situationen
 
  Umgang mit strukturbedingten Stillständen der gesamten Organisation (z.B. Umsatzstagnation) und der individuellen Entwicklung (Karrierestillstand).
 
  Unterstützung bei Einführung/Veränderung eines Führungsstils
 
  Förderung von Teamarbeit, bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen und Projekten
 
  Konfliktbearbeitung für einzelne oder innerhalb von Gruppen
 
  Bearbeiten von Diskrepanzen zwischen formulierter Unternehmenskultur und beobachtbarem Verhalten der Mitarbeiter
 
  

 
 
Quellen & nützliche Links
 
 
  Handbuch Coaching.
 
Coaching. Innovative Konzepte im Vergleich.
 
Coaching. Serie Praxis der Personalpsychologie.
 

 
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