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Die klare Zielformulierung bildet in jeder Coaching-Sitzung einen Schwerpunkt: Zuweilen sind die Anliegen des Gecoachten infolge seiner eingeschränkten Wahrnehmung relativ diffus (Führungsprobleme, nachlassende Motivation, allgemeines Unbehagen, mangelnder Überblick usw.) und müssen erst gemeinsam herausgefunden werden.
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Besonders bei der Zielfindung muss ausführlich und genau vorgegangen werden, da die Verfolgung von "Scheinzielen" das Coaching nutzlos macht. Der Coach ist daher gut beraten, sich hier genügend Zeit zur Klärung zu nehmen - zumal ein präzise formuliertes Ziel oft schon Lösungsansätze beinhalten kann. Somit können sich bereits hier im gemeinsamen Dialog Wahrnehmungseinschränkungen als eigentliche Ursache mancher Probleme feststellen lassen.
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Der Coach sollte im gesamten Prozess darauf achten, welcher Art die Ziele des Gecoachten sind. Hier können End- und Leistungsziele unterschieden werden. Die Leistungsziele liegen dabei im Einflussbereich des Gecoachten selbst, die Endziele hingegen können nicht direkt erreicht werden, sondern sind noch von äußeren Faktoren abhängig.
Oft bauen die Endziele auf einem oder mehreren Leistungszielen auf, was jedoch nur bedeutet, dass Leistungsziele notwendig aber nicht hinreichend für Endziele sein können. Obwohl somit der Fokus im Coaching auf die selbst beeinflussbaren Leistungsziele gerichtet ist, sollten die Endziele dennoch nicht ausgeklammert werden, da gerade von diesen oft ein erhebliches Maß an Motivation und Orientierung ausgeht.
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Beim Festlegen von Zielen sollten weiterhin klare Prioritäten erarbeitet werden, um möglichen Zielkonflikten vorzubeugen, z.B. wenn der Gecoachte zwar eigentlich partizipativ führen möchte, aber gleichzeitig eine Ausweitung seiner persönlichen Macht anstrebt. Die Auseinandersetzung mit derartigen Konflikten und Widersprüchen ist dabei schon der erste Schritt zum Erkennen möglicher Lösungen.
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Oft stehen hinter Zielen bestimmte Werte und Absichten, die der Gecoachte - meist unbewusst - verfolgt. Daher ist es wichtig, diese persönlichen Werte und Absichten zu identifizieren und bewusst zu machen. Durch das Erkennen der eigenen Werte und Wertungen wird es möglich, die Ziele in eine ordnende Hierarchie einzuteilen und Unstimmigkeiten zu erkennen.
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Wenn die zunächst vom Gecoachten genannten Ziele weniger seine eigenen als vielmehr die seiner Organisation sind, kann dies problematisch sein: Individuelle Beratung setzt voraus, dass ausschließlich die Ziele des Gecoachten verfolgt werden. Ein Coaching kann daher nur sinnvoll fortgesetzt werden, wenn die individuellen Ziele im Vordergrund stehen oder zumindest mit denen der Organisation übereinstimmen.
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Die gemeinsam gefundenen Ziele und erste Lösungswege werden dann als Teil des Arbeitsplans festgehalten. Diese Dokumentation erlaubt es Coach und Gecoachten gleichermaßen, die Übersicht im Prozess zu behalten und eine abschließende Evaluation am Ende des Coachings vornehmen zu können.
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Quellen & nützliche Links
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